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Prozessauftakt im Fall Keira G.: Mitschüler (15) soll 14-Jährige erstochen haben

Erstochene Keira G. (14): Prozess gegen Mitschüler gestartet
Erstochene Keira G. (14): Prozess gegen Mitschüler gestartet Dem Angeklagten droht eine Haftstrafe von bis zu 10 Jahren 01:13

Anwalt: "Wir haben vom Angeklagten nichts gehört"

Rund sechs Monate nach tödlichen Messerstichen gegen die Berliner Schülerin Keira hat der Prozess gegen ihren mutmaßlichen Mörder begonnen. Der angeklagte Mitschüler ist erst 15 Jahre alt und sitzt aktuell in Untersuchungshaft. Deshalb verhandelt eine Jugendkammer des Landgerichts hinter verschlossenen Türen. "Wir haben vom Angeklagten nichts gehört", sagte der Anwalt der Nebenklägerin Roland Weber in einer Pause am ersten Verhandlungstag.

Angeklagter soll "tatplangemäß" getötet haben

Der Tod der jungen Eisschnellläuferin Keira G. hatte bundesweit Bestürzung ausgelöst. Der Angeklagte soll sich am 7. März unter einem Vorwand Zutritt zur elterlichen Wohnung von Keira verschafft und sie dort mit einer Vielzahl von Messerstichen "tatplangemäß" getötet haben. Der mutmaßliche Täter und sein Opfer kannten sich laut Staatsanwaltschaft, sie gingen in dieselbe Schule.

Maximale Jugendstrafe von zehn Jahren

Die Mutter hatte ihre blutüberströmte Tochter in der gemeinsamen Wohnung in Alt-Hohenschönhausen gefunden. Mediziner schafften es nicht mehr, Keira zu retten. Die Mutter Karin G. tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf. Sie wolle zu jedem Verhandlungstag kommen, sagte sie in einem Interview. Die Verantwortung für ihre Tochter habe nicht aufgehört. In ihrem Leben sei nichts mehr, wie es war, sagt die 41-Jährige. "Und es gibt nichts, was es wieder gut macht. Meine Tochter bleibt tot."

Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht dem Angeklagten eine Jugendstrafe von maximal zehn Jahren. Seit dem 11. März sitzt er in Untersuchungshaft. Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt.

Quelle: DPA/ RTL.de

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