Prozessauftakt gegen Stiefmutter von toter Emily

Die Stiefmutter der toten Emily muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor dem Landgericht Stendal verantworten.
Die Stiefmutter der toten Emily muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor dem Landgericht Stendal verantworten.
© dpa, Jens Wolf

27. Juli 2015 - 20:12 Uhr

Auch der leibliche Vater ist angeklagt

Zum Prozessauftakt um den Tod der 18 Monate alten Emily aus Sachsen-Anhalt hat die 20 Jahre alte Stiefmutter die Aussage verweigert. Die Verteidigerin Marleen Schmidt hatte zuvor erklärt, ihre Mandantin könne angesichts der vielen Journalisten und des großen Interesses an dem Fall nichts in öffentlicher Sitzung sagen. Die Jugendstrafkammer des Landgerichts Stendal lehnte einen Ausschluss der Öffentlichkeit allerdings weitgehend ab.

Die junge Stiefmutter soll das eineinhalb Jahre alte Kind so sehr geschlagen und geschüttelt haben, dass es später in einer Klinik starb. Vor dem Landgericht Stendal in Sachsen-Anhalt beginnt der Prozess gegen die 20-Jährige.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Körperverletzung mit Todesfolge vor. Auch der leibliche Vater der kleinen Emily und damalige Lebenspartner der Frau ist angeklagt. Er habe frühere Misshandlungen seiner Tochter billigend in Kauf genommen. Zudem soll er das Kind am Tattag in der Obhut der Stiefmutter zurückgelassen haben.