Prozess wegen Tötung von Geschäftsmann: Angeklagter schweigt

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: picture alliance / Peter Steffen/dpa/Symbolbild
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03. Juni 2020 - 12:16 Uhr

Beim Auftakt des Mordprozesses wegen der Tötung eines Geschäftsmannes in der Wiesbadener Innenstadt hat der Angeklagte keine Angaben gemacht. Dies werde er erst tun, wenn alle Ermittlungsergebnisse vorlägen, sagte der Rechtsanwalt des 24-jährigen Türken am Mittwoch. Laut Angaben der Schwurgerichtskammer des Wiesbadener Landgerichts fehlt noch ein Gutachten, das sich mit den Blutspuren am Tatort beschäftigt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord vor. Er habe aus niedrigen Beweggründen und grausam gehandelt, so die Anklagebehörde. Am Tattag im August 2019 soll er unangemeldet in dem Mehrfamilienhaus in Wiesbaden erschienen sein, das von dem späteren Opfer saniert wurde. Bereits in den Wochen zuvor soll es zwischen den beiden Männern wegen der von dem Angeklagten in dem Haus durchgeführten Handwerksarbeiten zum Streit gekommen sein. Am Tattag soll der Angeklagte den 71-Jährigen in dem Haus mit Fixierband und Stromkabel gefesselt und längere Zeit malträtiert haben. Der Mann starb noch am Tatort. Der mutmaßliche Täter stellte sich der Polizei, er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Quelle: DPA