Prozess um kranken Mops: Züchterin muss Wertminderung zahlen

Mops Emma und seine Besitzerin stehen schon seit mehreren Jahren vor Gericht.
Mops Emma und seine Besitzerin stehen schon seit mehreren Jahren vor Gericht.
© dpa, Marc Müller

06. Juli 2015 - 11:23 Uhr

Wegen genetischem Defekt

Im Prozess um einen kranken Mops haben sich Züchterin und Frauchen in zweiter Instanz vor dem Landgericht Ingolstadt geeinigt. Auf Vorschlag der Vorsitzenden Richterin stimmten die Parteien einem Vergleich zu: Die Züchterin zahlt der Käuferin der inzwischen knapp vier Jahre alten Emma 700 Euro Wertminderung - der halbe Kaufpreis, den Aurelia Hofmann für Emma hingeblättert hatte.

Sie glaubt, dass ihr Hund mit einem genetisch bedingten Schaden zur Welt gekommen sei. Sie forderte deshalb von der Züchterin den halben Kaufpreis zurück, weil der Hund angeblich entgegen der Gewährleistungsgarantie einen Wirbelsäulenschaden hat.

Die Richterin hatte Hofmann und deren Anwalt vor dem Vergleich klargemacht, dass sie wie schon 2013 das Amtsgericht kein Verschulden bei der Züchterin sieht und deshalb kein Schadenersatz verlangt werden kann. Dies hatte auch ein Gutachten festgestellt. In erster Instanz hatte Emmas Frauchen ein Vergleichsangebot der Gegenseite in Höhe von 500 Euro abgelehnt.