Prozess in Münster: 31-Jähriger soll seine Tinder-Dates vergewaltigt haben

25. Mai 2018 - 15:50 Uhr

Er soll die Frauen zu sich nach Hause gelockt haben

Es gibt wohl kaum einen schnelleren Weg, um neue Leute kennen zu lernen als Tinder. Für drei Frauen aus Münster wurde der Dating-Spaß allerdings zum echten Albtraum: Ein 31-Jähriger soll zwei Tinder-Bekanntschaften in seine Wohnung eingeladen und sie dort vergewaltigt haben. Eine dritte Frau soll er bei einer Verabredung am Aasee verletzt haben.

"Es wird nur schlimmer, wenn du dich wehrst"

Im ersten Fall soll der Angeklagte die Frau nach einem Chat zu sich in die Wohnung eingeladen haben. Dort begann er laut Anklage sie zu küssen, zu entkleiden und zu vergewaltigen. Die Frau habe immer wieder geäußert, dass sie das nicht wolle. Der Angeklagte soll darauf erwidert haben: "Es wird nur schlimmer, wenn du dich wehrst."

Im zweiten Fall habe die Frau seinen Bart angefasst, was der Angeklagte als Einladung zum Geschlechtsverkehr verstanden hätte: "Wer meinen Bart anfasst, dessen Arsch darf ich anfassen." Die Frau habe ihre Beine zusammengepresst, die der 31-Jährige gewaltsam auseinander gedrückt haben soll.

Die dritte Frau berichtet, dass der Mann sie bei einem Treffen am Aasee in Münster geküsst und in den Hals gebissen haben soll.

Vor dem Landgericht Münster bestreitet der Angeklagte die Tat. Es sei zwar zum Sex gekommen, das sei aber einvernehmlich geschehen. Der 31-Jährige ist verlobt und hat zwei Kinder aus einer anderen Beziehung.