Prozess in Krefeld geplatzt: Eltern sollen 100.000-Euro-Erbe ihrer Tochter verprasst haben

ARCHIV - Das Eingangsschild des Landgerichts, Amtsgerichts und der Staatsanwaltschaft Krefeld, aufgenommen am 05.07.2011 in Krefeld (Nordrhein-Westfalen). (zu dpa «Eltern sollen Erbe von Töchterchen verprasst haben» vom 03.07.2017) Foto: Victoria Bon
Archivbild - Amtsgericht Krefeld
vbm tmk axs tag, dpa, Victoria Bonn-Meuser

Eltern sollen 104.000 Euro für sich ausgegeben haben

Das nennt man wohl Raben-Eltern: In Krefeld wurde ein Ehepaar angeklagt, weil es das Erbe des eigenen Töchterchens verbraucht haben soll - immerhin über 100.000 Euro. Allerdings ist der Vater nicht zum Gerichtstermin erschienen. Jetzt wird das Verfahren zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Angeklagten droht Verurteilung wegen Untreue

Die damals siebenjährige Tochter hatte im Jahr 2013 rund 108.000 Euro von ihrer Oma geerbt. Eineinhalb Jahre später waren nur noch 4.000 Euro übrig. Die Eltern sollen die Erbschaft für sich verbraucht haben, so die Anklage der Staatsanwaltschaft. Jetzt müssen sich der 49-jährige Vater und die 46-Jährige Mutter in Krefeld vor Gericht verantworten.

Schon im Jahr 2015 fiel der Schwund des Vermögens bei einer Überprüfung des Familiengerichts auf. Ein Rechtspfleger hatte damals ein Vermögensverzeichnis angefordert. Den Eltern droht jetzt eine Verurteilung wegen Untreue.