Prozess in Essen

Lehrer soll Schülerin sexuell missbraucht haben

26. Februar 2020 - 20:05 Uhr

Thomas W. bestreitet die Vorwürfe

Thomas W. war Lehrer an einer Gesamtschule in Gelsenkirchen – jetzt steht der 39-Jährige vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, eine minderjährige Schülerin sexuell missbraucht zu haben. Das sei alles anders gewesen, erklärte der Mann zu Prozessbeginn.

Lehrer drohen fünf Jahre Haft

Laut Anklage soll sich der Lehrer der Schülerin von Sommer bis Ende 2017 mehrfach genähert haben. "Im Rahmen eines Vertrauenslehrerverhältnisses soll es dann zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen sein", sagte Gerichtssprecher Tim Holthaus. Darum muss sich Thomas W. nun wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen verantworten. Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten bis zu fünf Jahren Haft.

Die betroffene Schülerin war noch keine 18 Jahre alt, als die Taten passiert sein sollen. Nachdem die Sache ans Licht kam, wurde Thomas W. suspendiert. Im Prozess behauptet der 39-Jährige nun aber, dass die Annäherungsversuche von der Schülerin ausgegangen sein sollen.

Lehrer behauptet: Mädchen habe ihn bedrängt und erpresst

Das Mädchen schwärme seit Jahren für ihn, erklärte der Angeklagte vor Gericht. Die heute 18-Jährige habe immer wieder in der Schule seine Nähe gesucht und ihn bedrängt. Angeblich drohte sie ihm, loszuschreien, wenn er sie nicht umarme. Die Schülerin soll aus jugendschutzgründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Ein Urteil soll erst Ende Juni fallen.