Prozess in Berlin: Arzt soll Patientin aktive Sterbehilfe geleistet haben

11. Januar 2018 - 13:00 Uhr

Umfrage: Mehrheit für Sterbehilfe

In Berlin steht ein Arzt vor Gericht, weil er einer Patientin Sterbehilfe geleistet haben soll. Sterbehilfe ist in Deutschland verboten, bleibt aber ein Diskussions-Thema, zu dem die meisten von uns eine klare Meinung haben. Laut einer aktuellen RTL-Forsa-Umfrage sind 75 Prozent der Befragten für Sterbehilfe. 

Situation in der Praxis nicht so klar wie vor dem Gesetz

Der Berliner Hausarzt hat seiner 44-jährigen Patientin laut Anklage auf ihren Wunsch hin Tabletten verschrieben und besorgt, die sie schließlich getötet haben. Rein rechtlich strafbar, weil es aktive Sterbehilfe bedeutet, sollten sich die Vorwürfe vor Gericht bestätigen.

Doch für Ärzte und Angehörige von kranken Menschen ist die Situation oft nicht ganz so klar wie für das Gesetz. Das haben uns zwei Krankenhausmitarbeiter hinter der Schattenwand eindrucksvoll erklärt, wie Sie im Video sehen werden.     

Wie stehen Sie zum Thema Sterbehilfe?

Weil das Thema so kontrovers diskutiert wird, plädiert der Buchautor und ehemalige Arzt Uwe-Christian Arnold für eine Regelung, bei der von Fall zu Fall unterschieden und entschieden werden sollte. Denn nicht jede Situation sei gleich.

Das würde Ärzte entlasten und ihnen auch mehr Freiraum geben. Was meinen Sie: Sollte Sterbehilfe in Deutschland gesetzlich anders geregelt werden? Stimmen Sie jetzt im Voting darüber ab.