Prozess gegen Uniklinik Hamburg-Eppendorf: Julian (11) nach Behandlung schwerstbehindert

08. November 2017 - 15:10 Uhr

Knapp neun Jahre musste Julians Familie warten, bis der Fall vor Gericht ging

Gibt es jetzt endlich Gerechtigkeit? Mit dieser bangen Frage sind die Eltern des inzwischen 11-jährigen Julian am Mittwoch ins Landgericht in Hamburg gegangen. Seit knapp neun Jahren warten sie auf diesen Tag. Damals war ihr noch kleiner Junge mit einem Fieberkrampf ins Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg gekommen. Seit der Behandlung ist der Junge schwerstbehindert. Unbegreiflicherweise kommt es erst jetzt zum Millionen-Prozess gegen die Klinik.

Der Junge erlitt im künstlichen Koma eine schwere Hirnschädigung

Julian
Die Eltern des kleinen Julian wollen endlich Gerechtigkeit.
© RTL

Heute kann Julian nicht sprechen, nicht laufen, nicht eigenständig essen. Dabei konnte er das schon mal. Im November 2008 kam der damals 2-Jährige mit Fieberkrämpfen ins Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg. Julians Zustand verschlechterte sich rapide. Er litt unter einer schweren Lungenentzündung. Die Ärzte versetzten ihn für zwei Monate ins künstliche Koma. Als er aufwachte, fiel seinen Eltern auf, dass etwas nicht stimmte.

Julian erlitt eine schwere Hirnschädigung. Ausgelöst vermutlich durch einen Beatmungsfehler während des Komas. Die Eltern schalteten einen Anwalt ein. Sie wollten Gerechtigkeit und dass ihr Junge sein Leben lang finanziell abgesichert wird.

Doch bis es endlich zum Prozess kam, vergingen viele Jahre. Wie die Eltern jetzt mit der Situation umgehen und was Experten zum Schicksal des kleinen Jungen und zum unglaublichen Rechtsfall sagen, sehen Sie im Video.