Prozess am Bundesgerichtshof: Dürfen Vermieter Haustiere verbieten?

Dürfen Vermieter Hunde und Katzen in Mietwohnungen verbieten?
© picture-alliance / dpa/dpaweb, Rafael Herlich

20. März 2013 - 17:54 Uhr

Sohn des Hundebesitzers leidet unter psychischer Störung

Streitereien um Tiere in Mietwohnungen beschäftigen immer wieder die Gerichte. Das Schicksal eines kleinen Mischlingshundes in Gelsenkirchen könnte nun jedoch für viele Haustierbesitzer wegweisend sein. Ist künftig eine Klausel im Mietvertrag erlaubt, die Hunde und Katzen verbietet oder nicht? Darüber entscheidet heute der Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Den Welpen hatten die Besitzer in ihrer Gelsenkirchener Wohnung aufgenommen, obwohl dies eine Klausel im Mietvertrag untersagte. Der Vermieter klagte vor dem Amtsgericht und bekam Recht. Doch der Besitzer des Welpen ließ nicht locker und ging in Revision. Und tatsächlich: Vor dem Landgericht gewann er den Prozess.

Jetzt stehen sich die beiden Parteien vor dem Bundesgerichtshof gegenüber und tausende Hunde- und Katzenbesitzer fiebern mit. Laut dem Mieteranwalt ist der Ausgang der Verhandlung völlig offen. Da der zehnjährige Sohn seines Mandanten eine psychische Störung habe, seitdem er vom Hund getrennt sei, könnten die Richter eine besondere Bewertung vornehmen. Beobachter rechnen mit einem schnellen Urteil.