Proteststurm in NRW: War die Englisch-Prüfung zu schwer?

24. Mai 2017 - 14:37 Uhr

Goldene Schulzeit

Die Schulzeit – die meisten erinnern sich gern daran, oftmals als eine unbeschwerte Zeit. Größte Planungssicherheit bei relativ geringer Verantwortung, solange man einigermaßen durchkommt. Vor Prüfungen, gerade vor entscheidenden, egal ob nun Gymnasium oder Realschule, stieg die Anspannung schon mal, aber im Grunde war man auf der sicheren Seite, solange man sich mit dem behandelten Stoff auseinander gesetzt hatte.

"Ich kann das nicht schaffen"

Bei diesen Sätzen dürfte sich unter vielen Schülern in Nordrhein-Westfalen massiver Widerspruch regen. Die einhellige Meinung fast aller, die die zentrale Englisch-Abschlussprüfung der 10. Klassen in NRW absolvieren mussten: Die Prüfung war kaum zu schaffen. Das sagen auch viele derjenigen, die in Englisch regelmäßig gute Leistungen erbrachten und sich auf die Prüfung vorbereitet hatten: "Mein Grundgedanke war, ich kann das nicht schaffen", so einer der Schüler.

Petition ins Leben gerufen

Doch in Zeiten der fortgeschrittenen und weiter fortschreitenden globalen Digitalisierung, eröffnen sich den Schülern neue Wege, um auf die mögliche Überforderung aufmerksam zu machen und diese anzuprangern. Zum Beispiel eine Online-Petition. Eine solche hat ein betroffener 16-jähriger Schüler nun ins Leben gerufen, um zu erreichen, dass die Arbeit wiederholt wird. Innerhalb von nur 24 Stunden kamen mehr als 30.000 Unterschriften zusammen.

Mehrere Lösungen möglich

Nun sind Experten gefragt, denn nur weil sich viele Schüler beschweren, bedeutet das nicht, dass die Prüfung wirklich zu schwer war. Der Ausgang der Angelegenheit ist offen. Anstelle einer Wiederholung könnten auch die Bewertungskriterien herabgesetzt werden.