Fridays for Future, Greenpeace, Ende Gelände und BUND demonstrieren

Proteste gegen Kohlekraftwerk Datteln 4 - Greta Thunberg: "Schamvoller Tag für Europa"

Fridays For Future demonstriert vor der Uniper-Zentrale in Hamburg gegen Datteln 4 Am 30. Mai 2020 demonstrierten Aktiv
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31. Mai 2020 - 10:29 Uhr

Friedliche Proteste gegen Inbetriebnahme in Datteln

Gegen das gerade in Betrieb genommene Kraftwerk Datteln 4 haben nach Angaben der Polizei am Samstag mehrere Hundert Teilnehmer "friedlich und weitestgehend störungsfrei" protestiert. Die Aktionen an zehn Versammlungsorten seien nach rund acht Stunden beendet gewesen. Das bilanzierten die Polizei am Pfingstsonntag. Unterstützung bekamen die DemonstrantInnen vor Ort auch von Greta Thunberg – via Twitter.

Greta Thunberg: "Schamvoller Tag für Europa"

Die schwedische Klimaschützerin Greta Thunberg twitterte: "Heute ist ein schamvoller Tag für Europa, wir eröffnen ein brandneues Kohlekraftwerk." Man habe sich verpflichtet, die Bemühungen anzuführen um das Klima-Desaster zu verhindern – "und das ist das Signal, das wir in den Rest der Welt senden? Wie könnt ihr es wagen?", fragte Thunberg. Diese Frage projizierten Greenpeace-Aktivisten am Samstag auch auf den Kühlturm des Kraftwerks Datteln 4.

Die Polizei berichtete auch von kleineren Zwischenfällen: So habe es vier Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen wildem Plakatieren gegeben. Zudem seien drei Anzeigen wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot erstattet worden und von zwei weiteren Protestteilnehmern die Personalien aufgenommen worden, weil sie die Polizei behindert hätten. "Alle fünf Personen konnten nach Abschluss der Maßnahmen weiter an der Versammlung teilnehmen", hieß es. Auch seien gegen zwei Aktivisten Platzverweise ausgesprochen worden. Sie hätten sich von einer Brücke über den Rhein-Herne-Kanal abgeseilt und ein Plakat angebracht.