Protest-Striptease beim Ringen: Mongole verliert Bronze und die Trainer rasten aus

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21. August 2016 - 21:51 Uhr

Tragischer Fall von: Zu früh gefreut

Protest-Striptease bei Olympia! Nach dem Verlust einer sicher geglaubten Bronzemedaille haben sich zwei mongolische Trainer bei den Ringer-Wettbewerben ausgezogen, einer von ihnen sogar bis auf die Unterhose.

Ihr Schützling Mandakhnaran Ganzorig lief in Rio angesichts der 7:6-Führung gegen den Usbeken Ichtijor Nawrusow bereits in den Schlusssekunden des Kampfes jubelnd über die Matte.

Usbekistan legte gegen den Ausgang des Duells erfolgreich Protest ein, Nawrusow erhielt nachträglich noch einen Punkt und gewann Bronze, da bei Unentschieden die letzte Wertung entscheidet.

Publikum feiert den Mongolen

Mongolische Trainer
Immer wieder flehten die beiden Trainer des mongolischen Ringers, doch es half nichts.
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Der bis dahin noch feiernde Ganzorig sank daraufhin enttäuscht auf die Knie, Trainer Byambarenchin Bayoraa zog Schuhe und Hemd aus und warf sie wutentbrannt vor dem Kampfgericht auf die Matte. Sein Kollege Tsenrenbataar Tsostbayar entkleidete sich fast vollständig.

Das brasilianische Publikums reagierte darauf mit "Mongolei, Mongolei"-Sprechchören, doch der Sportler und seine Trainer konnte nichts mehr aufheitern: "Drei Millionen Mongolen haben auf diese Bronzemedaille gewartet, und jetzt haben wir sie verloren", sagte Bayoraa, "die Kampfrichter waren nicht gut".