Projekt ‘CUCULA‘ in Berlin: Flüchtlinge bauen Möbel aus Bootswracks

22. Dezember 2014 - 11:36 Uhr

Holz von Bootswrack für Möbel

Wie kann man die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, besser integrieren? Während diese Frage in der Politik noch heiß diskutiert wird, haben die Initiatoren von 'CUCULA' bereits eine gute Antwort gefunden: In einer Werkstatt in Berlin produzieren Flüchtlinge für das Projekt Möbel - weil sie nicht nur rumsitzen und warten wollen.

Ein Flüchtling baut Möbel.
In Berlin lernen Flüchtlinge Designermöbel zu bauen.

Malik zum Beispiel kommt aus Niger. Er möchte etwas beitragen und vor allem etwas lernen: "Ich muss lernen, Möbel zu bauen und Deutsch zu lernen. Lernen an sich finde ich einfach gut". Der 21-Jährige floh 2011 aus Libyen, seine Familie hat er schon vor vielen Jahren verloren. Er kam auf einem überfüllten Boot im italienischen Lampedusa an. Teile eines solchen Bootswracks wurden aus Italien nach Berlin geholt und jetzt von den Flüchtlingen zu Möbeln verarbeitet.

Flüchtlinge machen ein unentgeltliches Praktikum bei ‘CUCULA‘

Weil die Möbelbauer allerdings keine Arbeitserlaubnis haben, machen sie offiziell nur ein unentgeltliches Praktikum bei 'CUCULA'. Ein Bildungsprojekt von Berliner Kunstfreunden und Designern, die etwas für Flüchtlinge tun wollen. "Das sind junge Menschen mit großen Potenzialen, die etwas lernen wollen. Sie haben keine Möglichkeit, sich aktiv aus der Rolle des Opferflüchtlings zu befreien, weil sie kein Geld verdienen und nicht arbeiten können", so Corinna Sy von 'CUCULA'.