Probleme für St. Pauli und Kiel bei Zuschauer-Teilzulassung

Blick von der leeren Osttribüne auf den Rasen des Kieler Stadions. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

16. Juli 2020 - 16:52 Uhr

Für die Zweitligisten FC St. Pauli und Holstein Kiel könnte die mögliche Teilrückkehr von Zuschauern in die Fußballstadien problematisch werden. Neben dem Infektionsgeschehen in der Region sind die Bedingungen im Stadion für die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln entscheidend. Wer viele Stehplätze in seinem Stadion hat, kann deutlich weniger Zuschauer einlassen. Der FC St. Pauli und Holstein Kiel haben mehrheitlich Stehplätze.

Lediglich 12,5 Prozent der Stehplatzkapazität dürfen genutzt werden, schreibt der Leitfaden der DFL für die mögliche Wiederzulassung von Zuschauern vor. Im Sitzplatzbereich wird von 50 Prozent ausgegangen. Das Millerntor-Stadion auf St. Pauli bietet knapp 30.000 Plätze, davon sind rund 17.000 Stehplätze. Demnach dürften nur rund 8600 Zuschauer in die Arena. Im 15.034 Zuschauer fassenden Holstein-Stadion gibt es rund 9000 Stehplätze. Folglich dürften nur rund 4150 Zuschauer eingelassen werden.

Die geringen Ticketeinnahmen müssen aber mit dem finanziellen Aufwand für Sicherheit, Versorgung und Stadionreinigung verrechnet werden. Da kann es passieren, dass in manchen Stadien Geisterspiele die bessere Alternative sind.

Anders sieht es beim HSV aus. Im 57.000 Zuschauer fassenden Volksparkstadion können die rund 10.000 Stehplätze auf der Nordtribüne in rund 5000 Sitzplätze umgerüstet werden. Der HSV könnte folglich etwa 25.000 Zuschauer ins Stadion lassen. Allerdings können Einlassbedingungen und Anzahl der sanitären Anlagen und deren Zuwegung sich negativ auf die Zahlen auswirken.

Quelle: DPA