Probebohrungen im Atomlager Asse erlaubt

14. Februar 2016 - 8:40 Uhr

Die geplante Sanierung des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel hat eine wichtige Hürde genommen. "Noch vor Ostern, also in den kommenden Tagen, wird das Umweltministerium die Genehmigung für die Probebohrungen an zwei Kammern erteilen", sagte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) in Wolfenbüttel nach der Sitzung der Asse-2-Begleitgruppe. Damit sollen wichtige Informationen gesammelt und der Rückholprozess der rund 126 000 Atommüllfässer eingeleitet werden.

In dem seit Jahrzehnten als Atommüllkippe genutzten Salzbergwerk war in der Vorwoche eine Konzentration des radioaktiven Stoffes Cäsium von 240 000 Becquerel pro Liter gemessen worden - das 24-fache des erlaubten Grenzwertes.