Private Internetnutzung am Arbeitsplatz: Droht eine Kündigung ?

24. Januar 2018 - 12:07 Uhr

Ist Surfen am Arbeitsplatz erlaubt?

Die Versuchung ist groß: Schnell mal mit dem Handy Nachrichten checken oder am Arbeitsrechner bei Facebook vorbeischauen. Doch ist es auch erlaubt, am Arbeitsplatz privat zu surfen?

Arbeitgeber darf private Internetnutzung verbieten

Facebook, Instagram, Twitter & Co. schnell mal nachschauen, was es so Neues gibt. Aber Vorsicht - Arbeitnehmer sollten sich vor dem privaten Klick am Arbeitsplatz informieren: "Sie sollten gucken, was steht im Arbeitsvertrag, was ist die Betriebsvereinbarung. Und wenn da drin steht, man darf nicht surfen, wäre ich äußerst vorsichtig", rät der Berliner Rechtsanwalt Andreas Kolb.

Zudem sei die Vermischung privater und dienstlicher Zeit nicht nur beim Surfen im Netz ein Problem: "Der Arbeitnehmer wird bezahlt, dass er arbeitet während der Arbeitszeit. Wenn er jetzt Privatsachen macht, dazu zählt surfen, telefonieren... Handy alles Mögliche. Das geht nicht." Grundsätzlich ist die private Internetnutzung am Arbeitsplatz verboten!

Aber in bestimmten Branchen ist das private Surfen sogar ausdrücklich erwünscht. Der Chef einer Kommunikations-Agentur zum Beispiel fordert von seinen Mitarbeitern die Recherche in sozialen Netzwerken, um stets zu wissen, welche Themen gerade für Zündstoff sorgen.

In vielen Firmen wird es jedoch nicht gerne gesehen, wenn die Mitarbeiter privat online shoppen oder mit ihren Freunden chatten. Vorsicht ist für alle Mitarbeiter geboten, wo in der Betriebsvereinbarung ausdrücklich steht, dass privates Surfen, Mailen oder Telefonieren verboten ist. Dann sollte man die Mittagspause für private Gespräche nutzen und auch nur vom privaten Smartphone aus, sonst drohen eine Abmahnung oder Kündigung.