Vier Jahre hat Mako auf diesen Moment gewartet

Prinzessin Mako hat geheiratet: Aus Liebe verzichtet sie auf Adelstitel

26. Oktober 2021 - 14:28 Uhr

„Japans Harry und Meghan" sind verheiratet

Sie hat sich für die Liebe entschieden: Die japanische Prinzessin Mako (30) hat ihre Studienliebe Kei Komuro (30) geheiratet. Weil ihr frischgebackener Ehemann ein Bürgerlicher ist, hat die Nichte des japanischen Kaisers Naruhito (61) mit dem Jawort ihren Adelstitel verloren. Auch auf ihre Mitgift hat Mako verzichtet. Laut "BBC"-Bericht sollen die Frischvermählten planen, in die USA zu ziehen – was ihnen bereits den Spitznamen "Japans Harry und Meghan" eingebracht hat.

Posttraumatische Belastungsstörung wegen negativer Medienberichte

Nach japanischem Recht verlieren weibliche Mitglieder der kaiserlichen Familie bei der Heirat mit einem Bürgerlichen ihren Status. Männliche Mitglieder hingegen nicht. Prinzessin Mako soll nicht nur ihren Titel aufgegeben haben, sie verzichtete auch auf die üblichen Rituale einer königlichen Hochzeit und lehnte die übliche Mitgift ab, die königlichen Frauen beim Ausscheiden aus der Familie angeboten wird. Sie ist das erste weibliche Mitglied der japanischen Kaiser-Familie, das beides abgelehnt hat.

Mako soll am Dienstag (26. Oktober) eine Pressekonferenz abhalten wollen, bei der sie schriftlich auf fünf ausgewählte Fragen antworten wird, die im Voraus eingereicht werden mussten. Der Grund dafür ist, dass die Prinzessin nach Angaben der japanischen "Imperial Household Agency (IHA)" "große Angst" davor habe, Fragen mündlich beantworten zu müssen. Die übermäßige Berichterstattung über sie und Kei in den Medien habe dazu geführt, dass die Prinzessin unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leide, so die IHA. Die Liebe zwischen der Prinzessin und dem Bürgerlichen, der in den USA als Anwalt arbeiten möchte, wurde in Japan kontrovers aufgenommen.

Mako hatte sich bereits 2017 mit Kei verlobt und die beiden wollten eigentlich im darauffolgenden Jahr heiraten. Die Hochzeit verzögerte sich jedoch, als in den Medien darüber spekuliert wurde, dass die Mutter des Bräutigams finanzielle Probleme habe. Sie hatte Berichten zufolge einen Kredit von ihrem Ex-Verlobten aufgenommen und ihn nicht zurückgezahlt. (csp)