Wegen Thronfolgeregelung

Prinzessin Anne darf König Charles nicht vertreten - dafür aber Prinz Harry und Prinz Andrew

Prinzessin Anne und King Charles II.
Prinzessin Anne, das zweite Kind von Queen Elizabeth II, darf ihren Bruder Charles als Monarch nicht vertreten
nic, dpa, Hannah Mckay

Nach dem Tod von Königin Elizabeth II. (96), ändert sich jetzt nicht nur die Reihenfolge der Thronfolger, auch royale Titel und Posten müssen neu vergeben oder umverteilt werden. Dazu gehören auch die Posten der fünf Staatsräte, die König Charles (73) vertreten, wenn dieser seinen offiziellen Aufgaben nicht nachkommen kann. Gründe dafür können eine Krankheit oder Auslandsbesuche sein. Bislang hatten Prinz Harry (37), Prinz William (40), Prinz Andrew (60), Herzogin Camilla (75) und natürlich Charles als direkter Thronfolger diese Aufgabe inne. Nachrückerin für Charles ist aber nun Prinzessin Beatrice (34), die älteste Tochter von Prinz Andrew. Das sorgt in Großbritannien jetzt für Kritik, denn Charles’ Schwester Prinzessin Anne (72) bleibt damit das Vertretungsrecht verwehrt.

Prinzessin Anne ist der am härtesten arbeitende Royal

Wegen alter Gesetzgebungen bekommt Prinzessin Anne in einem vorwiegend männlichen Königshaus weniger Nachfolgerechte eingeräumt. Sie steht derzeit an 16. Stelle der Thronfolge und kommt damit nicht als Staatsrätin in Frage. Die Queen hob diese Gesetzlichkeit 2013 mit dem „Succession to the Crown Act“ zwar auf, setzte es jedoch nicht rückwirkend um. Lediglich das Parlament hat die Macht, die derzeitige Sachlage zu verändern, da auch König Charles an den „Regency Act“ von 1937 gebunden ist.

Annes Benachteiligung im royalen Haus sorgt jetzt für heftige Kritik, denn Anne galt 2021 noch als das am härtesten arbeitende Mitglied der Royals. In Großbritannien haben diese Umstände daher eine Debatte über die zurzeit herrschenden Regeln losgelöst. Königshausexperte Richard Fitzwilliams erklärt der „Daily Mail“ gegenüber, dass jetzt der perfekte Zeitpunkt für ein radikales Umdenken wäre.

Die Beerdigung der Queen war ein emotionales Ereignis

Am 19. September fand die große Beerdigung der Queen in der Westminster Abbey statt. Bei Prozession, Gottesdienst und Beisetzung wurden so einige Tränen verdrückt. Auch König Charles nahm mit Tränen in den Augen Abschied von seiner Mutter. Kurz vor der Beisetzung der Königin wurden die Insignien, Krone und Schmuck vom Sarg genommen, ein Moment in totaler Stille. Während der vier Kilometer langen Trauer-Prozession weinte auch Prinz Andrew um seine verstorbene Mutter. Auf dem Sarg lagen nicht nur die Krone und Insignien sowie Schmuck, sondern auch ein Brief, vermutlich von Sohn Charles. Der Trauerzug war nicht wie erwartet nach Thronfolge aufgestellt, sondern ging nach der Reihenfolge „des Herzens“. 2.000 Gäste waren zur Beerdigung geladen.