Schwerer Verlust

Prinzessin Amalia ist nach Suizid ihrer Tante in therapeutischer Behandlung

06. Dezember 2021 - 10:53 Uhr

Schlimmer Schicksalsschlag für das niederländische Königshaus

Kronprinzessin Catharina-Amalia (17) van Oranje feiert am 7. Dezember ihren 18. Geburtstag und wird irgendwann selbst in die königlichen Fußstapfen ihres Vaters Willem-Alexander (54) treten. Dass das königliche Leben auch seine Schattenseiten hat, ist der Prinzessin schon seit Kindertagen bewusst. In einem seltenen und offenen Interview hat die 17-Jährige nun gestanden, dass sie ein schwerer Schicksalsschlag immer noch sehr belastet. 2018 beging ihre Tante Inés Zorreguieta Selbstmord. Der Grund waren Depressionen. Ein schmerzvoller Verlust, den die Prinzessin mit therapeutischer Unterstützung noch aufarbeitet – mehr dazu im Video.

Prinzessin Amalia ganz offen: „Auch heute suche ich mir gelegentlich Hilfe"

Die älteste Tochter von König Willem-Alexander (54) und Königin Máxima (50) erklärte ganz offen in einem Interview mit dem Magazin "Bunte", dass sie nicht das gleiche Schicksal wie ihre Tante erleiden wolle. Schon seit ihrer Kindheit ist die Thronfolgerin in therapeutischer Behandlung, da sie als junges Mädchen von ihren Mitschülern gehänselt wurde. Die junge Prinzessin möchte anderen Menschen ein Vorbild sein, sich in einer mentalen Notsituation Hilfe zu holen: "Auch heute suche ich mir gelegentlich Hilfe. Das ist kein Tabuthema. Manchmal wird alles etwas viel für mich: Schule, Freunde. Wenn ich Bedarf habe, mache ich einen Termin", erklärte Amalia in dem Interview.

Psychische Erkrankungen dürfen kein Tabuthema mehr sein

Für die bald 18-Jährige sei es kein Problem, sich einem Therapeuten zu öffnen: "Besonders nach dem, was mit meiner Tante passiert ist", so die niederländische Kronprinzessin. Die Tochter von Königin Maxima setzt sich dafür ein, dass das Thema mentale Erkrankungen mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt und ernst genommen wird: "Jeder spricht über Ernährung und Sport, aber mentale Gesundheit ist genauso wichtig", betonte Amalia. Sie hofft, dass psychische Leiden in Zukunft kein Tabuthema mehr sind und als ernstzunehmende Erkrankung wahrgenommen werden.