Timing musste präzise sein

Prinz Philips Beerdigung: Fahrer des Sarg-Wagens übte eine ganze Woche lang

Der Trauerzug begleitet den Land Rover mit Prinz Philips Sarg.
Der Trauerzug begleitet den Land Rover mit Prinz Philips Sarg.
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Beerdigung von Prinz Philip wurde detailliert durchgeplant

Die Organisatoren von Prinz Philips Trauerfeier am 17. April hatten nach dem Tod des Ehemannes der Queen nur knapp eine Woche Zeit, um den Ablauf bis ins Detail zu planen und alle nötigen Vorkehrungen zu treffen. Wie die britische "Daily Mail" schreibt, übte der Fahrer des zum Leichenwagen umgebauten Land Rovers genauso lang, um das Fahrzeug mit der richtigen Geschwindigkeit von Schloss Windsor zur St.-Georgs-Kapelle zu navigieren.

Soldaten waren für Timing und Route zuständig

Prinz Philips Beerdigung wurde bis ins kleinste Detail durchgeplant
Prinz Philips Sarg wurde in einem eigens umgebauten Land Rover zur St.-Georgs-Kapelle gefahren.
imago images/Starface, SpotOn

Soldaten des „Corps of Royal Electrical and Mechanical Engineers“ (REME) waren dafür zuständig, dass der Land Rover, der Prinz Philips Sarg transportierte, genau auf der vorgegebenen Route blieb und mit dem richtigen Tempo gefahren wurde, um das Timing einzuhalten. Eine ganze Woche lang trainierten sie mit dem ungewöhnlichen Leichenwagen, bis ihnen das perfekte Tempo quasi ins eigene Blut übergegangen war.

"Man bekommt ein Gefühl für die richtige Geschwindigkeit", zitiert „Daily Mail“ den 29-jährigen Corporal Craig French, der als Beifahrer im Land Rover saß. Sein Job war es, den Fahrer dabei zu unterstützen, das Fahrzeug zur korrekten Zeit auf der richtigen Route zu halten und die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Was nicht so einfach ist, wie Corporal French erklärt: „Es gibt ein paar schwierige Stelle auf der Strecke und da Menschen den Leichenwagen begleitet haben, war es auch wichtig, genügend Sicherheitsabstand einzuhalten“. Doch nach einer Woche Fahrtraining fühlten sich Fahrer und Beifahrer fit für ihre ungewöhnliche Aufgabe: „Wir wissen, wie schnell wir sein müssen. Es ist zu unserer zweiten Natur geworden."

Prinz Philip hatte den ungewöhnliche Leichenwagen selbst entworfen

In den Umbau des Land Rovers, der den Sarg transportierte, war der Herzog von Edinburgh ganze 18 Jahre lang in Absprache mit dem Autohersteller persönlich involviert gewesen. Zu seinen Wünschen gehörten unter anderem die Militär grüne Lackierung, der offene hintere Teil des Wagens und Befestigungen für seinen Sarg.

Neben der Fahrt zur Kapelle war auch der restliche Ablauf der Beisetzung minutiös durchgeplant. Bereits um elf Uhr Ortszeit brachten die Sargträger, allesamt speziell ausgewählte Militärangehörige, Prinz Philips Leichnam von der privaten Kapelle auf Schloss Windsor in dessen innere Halle. Um 14:15 Uhr - knapp 25 Minuten vor Beginn der Prozession - standen Militärabgesandte im Innenhof der Anlage bereit, Seite an Seite mit der Kavallerie und Infanterie.

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Halbnackte Frau sorgte für Zwischenfall bei Prinz Philips Beerdigung

Obwohl das komplette Schlossgelände und dessen Umgebung von bewaffneten Polizeibeamten abgeriegelt und gesichert wurden und der Ablauf minutiös durchgeplant worden war, ereignete sich dennoch ein Zwischenfall während der Beerdigung. Ebenfalls einem Bericht der "Daily Mail" zufolge zog eine 55-jährige Frau direkt nach der angeordneten Schweigeminute um 15 Uhr Ortszeit vor den Toren von Schloss Windsor ihr Oberteil aus und rief mit nacktem Oberkörper: "Rettet den Planeten, rettet die Bäume."

Die Polizei nahm die schreiende Frau sofort fest und legte ihr Handschellen an. Mehrere Beobachter äußerten sich anschließend der Zeitung gegenüber empört über den Vorfall und bezeichneten die Aktion unter anderem als "peinlich" und "absolut unangebracht". Ein Sprecher der Thames-Valley-Polizei bestätigte den Vorfall wenig später.

Die Trauerfeier für Prinz Philip auf TVNOW

Am 17. April blickte die ganze Welt nach Windsor – als Prinz Philip (†99) auf seine allerletzte Reise geschickt wurde, waren wir hautnah dabei. Frauke Ludowig und Royal-Experte Michael Begasse haben die Geschehnisse mit Unterstützung von Guido Maria Kretschmer eingeordnet und kommentiert. Auf TVNOW gibt’s das Exclusiv Spezial „Goodbye Prinz Philip“ zum Streamen.

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