Nach Hass-Tirade des Reporters

Prinz Harry und Herzogin Meghan schießen gegen öffentliche Entschuldigung von Jeremy Clarkson

Prinz Harry und Herzogin Meghan
Prinz Harry und Herzogin Meghan
kde, dpa, Daniel Leal-Olivas

Mit einer Hass-Tirade feuerte der britische „Sun“-Kolumnist Jeremy Clarkson (62) Ende 2022 gegen Prinz Harrys (38) Ehefrau Herzogin Meghan (41). Der Text sorgte weltweit für großes Aufsehen, es gab Tausende Beschwerden. Jetzt entschuldigte sich der Journalist öffentlich bei dem royalen Aussteiger-Paar. Doch die beiden wollen davon nichts hören – und schießen zurück.

Selbst die eigene Tochter distanzierte sich

In seinem Heimatland ist der Reporter und Moderator Jeremy Clarkson für seine bissigen Scherze und schonungslose Ehrlichkeit bekannt. Mit der Kolumne, die er für „The Sun“ über Meghan schrieb, ging er allerdings in den Augen vieler eindeutig zu weit. Der Artikel von Mitte Dezember war seine Reaktion auf die Netflix-Doku „Harry and Meghan“, in der das Paar seine Gründe für das Ausscheiden aus dem britischen Königshaus darlegte.

Clarkson hatte darin betont: „Ich hasse Meghan.“ Dazu fantasierte der 62-Jährige über den Wunsch, die ehemalige Schauspielerin solle nackt durch britische Städte getrieben und mit Exkrementen beworfen werden, während die Menge „Schande“ skandiert. Der Beitrag hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, innerhalb kurzer Zeit gingen bei der Medienaufsicht eine Rekordzahl an Pressebeschwerden ein. Und sogar Clarksons Tochter distanzierte sich mit einem öffentlichen Statement von ihm.

Jeremy Clarkson teilte übel gegen Herzogin Meghan aus
Jeremy Clarkson teilte übel gegen Herzogin Meghan aus
imago/i Images / Landmark Media. pictures/ImageCollect.com, SpotOn

Jeremy Clarkson: „Es tut mir wirklich leid"

Bei Instagram veröffentlichte Clarkson nun eine ausführliche Erklärung, in der er sich entschuldigt und mitteilt, dass er dies am ersten Weihnachtstag auch per E-Mail bei Harry und Meghan getan hat. „Es tut mir wirklich leid. Von den Fußballen bis hin zu den Follikeln auf meinem Kopf“, schreibt der Journalist unter anderem. „Normalerweise lese ich das, was ich geschrieben habe, jemand anderem vor, bevor ich es abschicke, aber an diesem verhängnisvollen Tag war ich allein zu Hause und in Eile. Als ich also fertig war, drückte ich einfach auf Senden. Und als die Kolumne dann am nächsten Tag erschien, explodierte die Landmine.“

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Es sei ihm heiß und kalt geworden, sein Kopf habe geschwirrt und ihm sei schlecht geworden, so Clarkson weiter. „Habe ich das wirklich gesagt? Es war fürchterlich. Ich wusste sofort, was passiert war. Ich hatte an eine Szene in ‘Games of Thrones’ gedacht, aber ich hatte vergessen, das zu erwähnen. Es sah also so aus, als würde ich tatsächlich dazu aufrufen, abscheuliche Gewalt auf Meghans Kopf niederprasseln zu lassen“, schrieb der Brite.

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Harry und Meghan glauben nicht an Reue

Doch Harry und Meghan wollen Clarkson offenbar nicht einfach so vergeben. Omid Scobie, ein Freund der beiden, postete am Montag (16. Januar) ein offizielles Statement auf seinem Twitter-Account. Darin wird bestätigt, dass sich der Journalist bereits im Dezember per E-Mail bei dem Paar entschuldigt hat. Aber: „Während Mr. Clarkson heute eine neue öffentliche Entschuldigung herausgeben hat, muss noch auf sein langjähriges Muster des Schreibens von Hass-Artikeln eingegangen werden.“

Clarkson wird von Harry und Meghan der systematischen „Verbreitung gefährlicher Verschwörungstheorien und Frauenfeindlichkeit“ beschuldigt. Wenn nicht auch alle seine anderen Stücke „in Eile“ geschrieben wurden, sei es klar, dass dies kein Einzelfall war. „Vielmehr ist es wohl eher eine Reihe von Artikeln, die in Hass geteilt werden“, heißt es.

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"The Sun" entschuldigte sich ebenfalls

Kurz nach dem Vorfall im Dezember hatte sich bereits die Boulevardzeitung „The Sun“ für die Veröffentlichung entschuldigt. Das Blatt gehört zum Verlag „News Corporation“ des US-Unternehmers Rupert Murdoch. Aber auch diese Entschuldigung akzeptierten Harry und Meghan nicht und bezeichneten sie als „nichts als einen PR-Stunt“. (tma)