In Autobiografie gesteht er, 25 Männer umgebracht zu haben

Prinz Harry tötete 25 Kämpfer: Taliban-Terrorist wirft ihm "Kriegsverbrechen" vor

ARCHIV - 03.11.2012, Afghanistan, Camp Bastion: Der britische Prinz Harry, oder Captain Wales, wie er in der britischen Armee genannt wurde, rennt aus dem VHR-Zelt (very high readyness) zum Apache-Hubschrauber. (zu dpa «Ein Prinz packt aus: Details a
Harry in seiner Militär-Kleidung. (Archiv)
bl htf kde, dpa, John Stillwell

Prinz Harry hat nach eigenen Schilderungen als Soldat in Afghanistan 25 Menschen getötet. „Eines der wichtigsten Dinge, die ich in der Armee gelernt habe, ist, dass ich für meine eigenen Handlungen verantwortlich bin. Also meine Zahl: 25“, schreibt Harry dem Sender Sky News zufolge in seinen Memoiren. Die Reaktion der Taliban kam nur einen Tag später: Ein hochrangiges Talibanmitglied warf Harry Kriegsverbrechen vor.

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„Ich hätte es natürlich lieber gehabt, diese Zahl nicht auf meinem Militärzeugnis oder in meinem Kopf zu haben, aber ich hätte auch lieber in einer Welt ohne die Taliban gelebt, in einer Welt ohne Krieg.“ Auch als regelmäßiger Tagträumer gebe es jedoch Realitäten, die man nicht ändern könne, schreibt der 38-Jährige.

Prompt hagelte es Kritik, selbst die Taliban meldeten sich zu Wort. Ein hochrangiges Talibanmitglied warf Harry Kriegsverbrechen vor. „Die von Ihnen Getöteten waren keine Schachfiguren, sie waren Menschen; sie hatten Familien, die auf ihre Rückkehr warteten“, schrieb Anas Hakkani am Freitag auf Twitter. Ein wenig Respekt zollte er Harry zumindest für dessen Aufrichtigkeit: „Unter den Mördern von Afghanen haben nicht viele den Anstand, ihr Gewissen zu offenbaren und ihre Kriegsverbrechen zu gestehen.“

Werden Harry und William sich jemals versöhnen? Biografie am 10. Januar
01:32 min
Biografie am 10. Januar
Werden Harry und William sich jemals versöhnen?

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Ein Militärveteran sagte dem Sender Sky News, Harrys Kommentare würden einerseits weiteren Hass auf ihn schüren und andererseits ein falsches Bild der britischen Militärausbildung zeichnen. Es sei keineswegs der Fall, dass britischen Soldaten beigebracht werde, ihre Gegner als weniger menschlich oder als „Schachfiguren“ anzusehen.

Harrys Autobiografie „Spare“ (deutsch: „Reserve“) soll eigentlich am 10. Januar erscheinen. Nach Angaben britischer Medien gelangte das Buch des Prinzen in Spanien jedoch bereits am Donnerstag versehentlich in den Handel.