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Prinz Charles: „Wäre einfacher gewesen, zwei Ehefrauen zu haben“ - Dokumentarfilm "The Princess"

Zum Diana-Geburtstag zeigt eine Doku überraschende Aufnahmen von damals

Prinz Charles: „Wäre einfacher gewesen, zwei Ehefrauen zu haben“ - Dokumentarfilm "The Princess"

Prince Charles und seine damalige Gattin Diana bei einer Pressekonferenz in Australien
Charles und Diana bei genau dem Event, bei dem er witzeln wird, dass er gut zwei Frauen brauchen könnte.
Anwar Hussein, Getty

von Mireilla Zirpins

Am 1. Juli 2022 wäre Lady Diana Spencer 61 geworden. Am 31. August ist es 25 Jahre her, dass sie in einem Pariser Krankenhaus an den Folgen eines Autounfalls starb. Hochkonjunktur also für Filme über die „Königin der Herzen“.

"The Princess" - Kinostart: 30. Juni 2022

ARCHIV - Prinzessin Diana vor der britischen Fahne in Pakistan (Archivfoto vom 22.02.1996). Am 31.08.2007 jährt sich zum zehnten Mal der Todestag von Prinzessin Diana, die bei einem Autounfall in Paris ums Leben kam. Die spätere Prinzessin von Wales
So bleibt Diana vielen als Prinzessin in Erinnerung.
dpa, B2800 epa John Giles Pa

Der Dokumentarfilm von Ed Perkins ist eine einzige Collage von Originalaufnahmen und kommt komplett ohne Experten und ohne Sprecher aus. Niemand ordnet das Gesehene für uns ein oder verbindet die Schnipsel miteinander. Funktioniert aber trotzdem, selbst für Menschen, die die Story noch nicht kennen. Dianas Unfall bildet die erzählerische Klammer, gespiegelt mit Reaktionen aus Amateuraufnahmen. Die einzigen Kommentare stammen aus Fernsehbeiträgen von damals. Dazwischen vieles, was aufmerksame Diana-Follower schon kennen: die schüchterne Kindergärtnerin, die auch an Charles‘ Seite noch introvertiert wirken wird. Die längste Hochzeits-Schleppe ever, die Geburt von Prinz William, den sie vor laufender Kamera an ihrem Finger saugen lässt, obwohl der Rest der Royals „not amused“ aus der Wäsche guckt. Das legendäre Zitat „Wir waren zu dritt in dieser Ehe. Deshalb war es ein bisschen eng.“ Und immer, schon ganz am Anfang, läuft Camilla Parker Bowles durchs Bild. Ist damals nur vielen nicht aufgefallen. Auch als Charles gleich nach Harrys Geburt wieder Polo spielen geht, sitzt im Publikum: Camilla Parker Bowles.

Charles ist sichtlich ernüchtert angesichts der wachsenden Popularität Dianas, fragt sogar einmal die Fotografen säuerlich: „Steh ich im Weg?“. Diana kriegt’s doppelt und dreifach wieder, zum Beispiel, als Prinz Charles 1983 bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Australien vor laufender Kamera „witzelt“: „Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es viel einfacher gewesen wäre, zwei Ehefrauen zu haben – eine für jede Straßenseite.“

Lese-Tipp: Mehr über „The Princess“ erfahren Sie hier

RTL+-Doku zum 25. Todestag von Lady Diana Spencer

Ikone mit Hut: Diana Spencer
Ikone mit Hut: Diana Spencer
Imago Entertainment

Auch RTL+ bringt eine große Dokumentation heraus – zum Todestag von Lady Di am 31. August 2022. „Der Kampf der Prinzessinnen – Wer knackt den Diana-Code?“ (TV-Ausstrahlung am (am 25.Todestag 31.08. 2022 / 20:15 Uhr) schlägt den Bogen in die Gegenwart. Wie wurde sie zur ersten und bislang erfolgreichsten Influencerin der Welt? Was können ihre Schwiegertöchter aus ihren Erfahrungen und auch aus ihren Fehlern lernen? Und mit wie viel Kalkül werden hier „Prinzessinnen-Karrieren“ gemacht? Nach dieser Doku werden wir Diana, Kate und Meghan mit anderen Augen sehen.

Die Diana-Doku sehen Sie ab 31. August 2022 auch auf RTL+

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Drei Jahrzehnte Diana: Die Biografie erzählt von ihrem Aufbruch in ein neues Leben in den 1970ern über ihren Einfluss auf die Popkultur bis zu ihrem sozialen Engagement das bewegte wie kurze Leben von Diana Spencer.

Auch mehrere Spielfilme haben sich mit dem Leben von Lady Diana auseinandergesetzt und ihre fiktionale Version gezeichnet:

„Spencer“ mit Kristen Stewart

Kristen Stewart: So extrem bereitete sie sich auf Diana-Rolle vor
Kristen Stewart als Lady Di in „Spencer".
imago images/ZUMA Press, SpotOn

Die eher zierliche Kristen Stewart, die mit Schulterpolstern in die Rolle der 1,78 Meter großen „Königin der Herzen“ schlüpft, fuhr im Kofferraum eines Autos zum Dreh. So groß ist das Interesse der Menschen an Lady Di immer noch. Das Sehenswerteste an dem unterkühlt-artifiziellen „Spencer“ ist die eigenwillige Darstellung von Kristen Stewart , die bei den Oscars 2022 komplett ignoriert wurde, aber für den Deutschen Filmpreis nominiert war. Der Kinofilm seziert die Marotten der Royals exemplarisch an drei Tagen 1991: die Weihnachtshölle bei den Windsors. Und Camilla Parker Bowles? Die ist nicht mit auf Schloss Sandringham, man sieht sie nur einmal von weitem in der Kirche – ganz wie in den Fernsehbildern von damals. Die Ehe von Charles und Di fühlt sich für die Zuschauer trotzdem „übervölkert“ an.

Serie „The Crown“ mit Emma Corrin beziehungsweise bald Elizabeth Debicki

"The Crown"-Rolle war für Emma Corrin wie ein Heiratsantrag
Emma Corrin als Prinzessin Diana in „The Crown".
Des Willie/Netflix, SpotOn

Wer’s ausführlicher mag, wird bei „The Crown“ fündig. Diana-Fans mussten lange darauf warten, dass Lady Di Einzug in die Serie hält. Die 1,73 Meter große Britin Emma Corrin („Die Misswahl“, „Pennyworth“) spielt die blutjunge Diana in Staffel 4 mit frischem Charme. Sogar Prinz Harry hat sich bei James Corden über „The Crown“ geäußert: „Ich fühle mich mit ‘The Crown’ viel wohler als mit den Geschichten, die über meine Familie, meine Frau oder mich selbst geschrieben werden.“ Und das, obwohl es manchen Menschen offenbar schwer fällt, zwischen Fiktion und Fakten zu trennen. Der britische Kultusminister Oliver Dowden versuchte 2020 beim Erscheinen der vierten Staffel sogar zu erwirken, dass die Serie mit einem „Warnhinweis Fiktion“ gesendet werden muss. Staffel 5 soll im November 2022 erscheinen, dann mit Elizabeth Debicki als Diana. Sie übernimmt auch in der sechsten Staffel die Rolle.

„Diana“ mit Naomi Watts

naomi watts diana
Naomi Watts als Diana Spencer

In „Diana“ von 2013 schlüpft Naomi Watts in die Rolle Dianas. Die anderen Royals sucht man hier vergeblich, selbst William und Harry sieht man nur mal von ganz weitem. Stattdessen will uns Regisseur Oliver Hirschbiegel eine private, fast unglamouröse Diana zeigen und ihre Beziehung zum Herzchirurgen Dr. Hasnat Khan, dem Mann vor Dodi Al-Fayed.

„Diana“ hier auf RTL+ streamen

Lady Di gab es schon öfter auf dem Bildschirm zu sehen

Weitere Diana-Darstellerinnen sind etwa Jeanna De Waal, die in „Diana – A True Musical Story“ die Titelfigur singt und tanzt oder Bonnie Soper, die in den Rückblenden von „Harry & Meghan: Becoming Royal“ die Mutter des Prinzen spielt. Doch auch schon zu Dianas Lebzeiten wurde ihre Geschichte fiktional für TV-Bildschirm oder Leinwand aufbereitet, zum Beispiel mit Serena Scott Thomas oder mit Catherine Oxenberg in der Titelrolle. Und auch Madonna hat schon mal Lady Diana gespielt – allerdings nur in einem Kurzauftritt bei „Saturday Night Live“ 1985.