Missbrauchs-Skandal

Prinz Andrew wird 62 - doch einen Grund zum Feiern gibt es nicht!

ARCHIV - 03.06.2014, Niedersachsen, Göttingen: Prinz Andrew, der Herzog von York, während eines Besuchs in der Georg-August-Universität.(zu dpa: "Missbrauchsklage: Prinz Andrew einigt sich mit Klägerin auf Vergleich"). Foto: Swen Pförtner/dpa +++ dpa
Prinz Andrew hat im Prozess eine Einigung erzielt.
spf jol jhe kde axs, dpa, Swen Pförtner

The Party is over! Prinz Andrew (61) pflegte jahrelang seinen Ruf als „Partyprinz“. Der einst als Lieblingssohn von Queen Elizabeth (95) bekannte Royal hat das Leben in vollen Zügen ausgekostet. Doch nach dem andauernden Missbrauchs-Skandal dürfte die Feier zu seinem 62. Geburtstag am 19. Februar eher bescheiden ausfallen. Einen Grund, um Champagner-Korken knallen zu lassen, gibt es nämlich nicht.

Wird Queen Elizabeth ihm auf Instagram gratulieren?

Ob seine Mutter, die Königin von England, ihm an seinem Ehrentag (19. Februar) wie gewohnt auf einem ihrer offiziellen Social-Media-Kanäle gratulieren wird, ist eher fraglich. Es wäre auf jeden Fall eine Überraschung, denn der Skandal um die Missbrauchs-Vorwürfe von Andrews vermeintlichem Opfer Virginia Giuffre (38) ist an einem absoluten Tiefpunkt angelangt.

Das britische Volk ist wütend, fordert härtere Maßnahmen von Seiten des Palastes. Und ein niedliches Kinderfoto des Prinzen zu veröffentlichen, wie es zu seinem 60. Geburtstag beispielsweise der Fall war, könnte von einigen Kritikern als falsche Botschaft des Königshauses aufgenommen werden.

Auch ob seine beiden Töchter Prinzessin Beatrice (33) und Prinzessin Eugenie (31) ihrem Vater öffentlich zu seinem Geburtstag gratulieren werden, ist eher fraglich. Genau wie seine Ex-Frau Sarah Ferguson (62), zu der Andrew auch nach der Trennung ein gutes Verhältnis pflegt und die bisher auch öffentlich hinter ihm gestanden hat. Das Risiko, dadurch ebenfalls ins Schussfeld der Öffentlichkeit zu geraten, ist zur Zeit nämlich sehr groß.

Traditionelles Glockenspiel fällt aus

Auf das Glockenspiel der Traditionskirche Westminster Abbey wird Andrew ebenfalls verzichten müssen. Eigentlich erklingen die Glocken der Kirche zu Geburtstagen von hochrangigen Mitgliedern der Königsfamilie, doch damit ist jetzt Schluss. Allerdings ist diese Änderung nicht auf den Skandal um den Prinzen und seine Verbindung zu dem verstorbenen Sexualstraftäter und Multimillionär Jeffrey Epstein (†66) zurückzuführen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie ist die Abtei in finanzielle Nöte geraten und in Absprache mit dem Buckingham Palace wird daher ab sofort nur noch zum Geburtstag der Queen und Thronfolger Prinz Charles (73) geläutet.

Adels-Experte Michael Begasse im Video: "Prinz Andrew hat sich freigekauft"

Begasse: "Prinz Andrew hat sich freigekauft" Einigung im Missbrauchsprozess
01:33 min
Einigung im Missbrauchsprozess
Begasse: "Prinz Andrew hat sich freigekauft"

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Der Missbrauchs-Skandal um Prinz Andrew

Eines von Epsteins Opfern, Virginia Roberts Giuffre, hatte Andrew vorgeworfen, sie mehrfach sexuell missbraucht zu haben – als sie noch minderjährig war. Die heute 38-Jährige hat in den USA Klage gegen den Royal eingereicht. Mittlerweile wurde bekannt, dass die Anwälte der beiden sich auf eine außergerichtliche Vereinbarung geeinigt haben. Damit diese allerdings auch tatsächlich in Kraft tritt, muss Andrew nun innerhalb von 30 Tagen rund 14,3 Millionen Euro aufbringen. Zum Teil als Spende an Giuffres Organisation, die sich für Missbrauchs-Opfer stark macht; und zum anderen um die Rechnung der Anwälte zu begleichen. Die Tatsache, dass Andrew sich damit „freikaufen“ würde, kommt im britischen Volk ganz und gar nicht gut an. (sfi)