Premiere für Windschutzscheibe: Sebastian Vettel testet in Silverstone Formel-1-Cockpitschutz

© imago/Crash Media Group, imago sportfotodienst

14. Juli 2017 - 22:11 Uhr

Sebastian Vettel hat am Freitag als erster Formel-1-Fahrer den neuen Cockpitschutz Shield getestet. Im 1. Freien Training zum Großen Preis von Großbritannien ging der 30-Jährige von Beginn an mit der Neuentwicklung an seinem Ferrari in Silverstone auf die Strecke. In den kommenden Sessions und dem Rennen am Sonntag (14 Uhr, live bei RTL) kommt Shield nicht zum Einsatz.

Shield löst bei Vettel Silberblick aus

"Mir wurde ein bisschen schwindelig. Es war als würde man schielend durch die Gegend fahren", resümierte Vettel den Test.

Das System aus transparentem Polycarbonat (Kunststoff) soll zum einen Schutz vor herumfliegenden Gegenständen bieten, zum anderen aber die Sicht der Fahrer nicht beeinträchtigen. Am vergangenen Samstag wurde ein erster Entwurf an einem Boliden von Williams präsentiert.

Optisch ansprechender als Halo

Noch ist nicht klar, wie der Cockpitschutz final aussehen soll. Umfangreichere Tests folgen im September in Monza beim Italien-GP. Shield soll der Nachfolger für den ungeliebten Halo-Cockpitschutz sein und ab 2018 für mehr Sicherheit bieten. Das System ist optisch ansprechender als der Schutzring Halo und ist an den von Red Bull entwickelten und getesteten Aeroscreen angelehnt.