Das Geschäft mit der Inflation

Nestlé kündigt neue Preiserhöhungen an

 PERM, RUSSIA - MARCH 24, 2022: A view of a factory producing KitKat chocolate bars. The Swiss food company Nestle suspends production and sales of its brands KitKat and Nesquik in Russia. Sergei Rusanov/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS129235
Nestlé produziert auch in Russland, unter anderem die KitKat-Schokoriegel.
www.imago-images.de, IMAGO/ITAR-TASS, IMAGO/Sergei Rusanov

Der Lebensmittelriese Nestlé hat im ersten Quartal vor allem dank Preissteigerungen deutlich mehr Geschäft gemacht als erwartet. Wegen steigender Kosten kündigte das Unternehmen für das laufende Jahr weitere Preiserhöhungen an.

Nestlé reicht höhere Kosten über Preiserhöhungen weiter

Der Umsatz kletterte in den Monaten Januar bis März im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent auf 22,2 Milliarden Schweizer Franken (21,6 Mrd Euro), wie das Unternehmen in Vevey mitteilte. Das war den Angaben zufolge ein Wachstum aus eigener Kraft von 7,6 Prozent. Vor allem die um 5,2 Prozent erhöhten Verkaufspreise des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns gaben Schub, das Mengenwachstum lag bei 2,4 Prozent.

Zu den Gewinnen machte das Unternehmen keine Angaben, Konzernchef Mark Schneider verwies jedoch auf eine scharf anziehende Kosteninflation, die unter anderem weitere Preiserhöhungen in diesem Jahr nötig mache. Die Preiserhöhungen im ersten Quartal spiegelten diesen Kostendruck wider, hieß es vom Konzern.

Diese in Deutschland bekannte Marken gehören zu Nestlé

Zu Nestlé gehören viele bekannte Süßwaren-Marken, aber auch Produkte für Babynahrung, Nahrungsergänzung, Tierfutter und Getränke. In Deutschland stehen vor allem folgende Marken von Nestlé in den Supermarktregalen:

  • After Eight (Süßwaren)
  • Beyond (Tiernahrung)
  • Buitoni (Nudeln)
  • Caramac (Süßwaren)
  • Caro (koffeinfreier Landkaffee)
  • Choclait Chips (Süßwaren
  • Choco Crossies (Süßwaren)
  • Kitkat (Süßwaren)
  • Lion (Süßwaren)
  • Maggi (Kochen)
  • Nescafé (Kaffee)
  • Nespresso (Kaffee)
  • Nesquik (Kakao)
  • Nestlé Cini Minis (Serialien)
  • Nestlé Clusters (Serialien)
  • Nestlé Cookie Crisp (Serialien)
  • Nestlé Fitness (Serialien)
  • Nestlé Multi Cheerios (Serialien)
  • Nestlé Nesquik Knusper-Frühstück (Serialien)
  • Nestlé "Die Weiße" (Süßwaren)
  • Nuts (Süßwaren)
  • Nestlé Beba Folgemilch (Babynahrung)
  • Nestlé Cerelac (Babynahrung)
  • Optifast (Diätnahrung)
  • Rollo (Süßwaren)
  • S. Pelegrino (Wasser)
  • Smarties (Süßwaren)
  • Thomy (Kochen)
  • Vittel (Wasser)
  • Wagner (Tiefkühlprodukte/Pizza)
  • Yes Torty (Süßwaren)
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Kritik an Nestlé wegen Russland-Geschäft

Kritik gab es zuletzt an Nestlé, weil das Unternehmen weiter in Russland Geschäfte macht. Nestlé reagierte und kündigte an, zahlreiche Marken wie Kitkat und Nesquik aus dem russischen Markt zu nehmen. Man wolle nur noch lebensnotwendige Produkte wie Babynahrung und medizinische Produkte dort anbieten, so der Konzern. Den Vorwurf, mit seinen Steuern in dem Land indirekt den Krieg zu finanzieren, wehrte der Konzern ab: Weil man in Russland in nächster Zeit nicht mit Gewinnen rechnen könne, müsste man dort auch keine Steuern zahlen, heißt es in dem Statement. Falls doch Gewinne erzielt würden, wolle man sie spenden. (dpa/aze)

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