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Praxisgebühr vorerst nicht abgeschafft

Union und FDP haben sich offenbar darauf geeinigt, die Praxisgebühr von zehn Euro vorerst nicht abzuschaffen.
Union und FDP haben sich offenbar darauf geeinigt, die Praxisgebühr von zehn Euro vorerst nicht abzuschaffen.
© deutsche presse agentur

17. März 2012 - 21:02 Uhr

Patienten nüssen offenbar weiter zahlen

Patienten werden offenbar weiterhin beim Arztbesuch zur Kasse gebeten. Nachdem die FDP dafür plädiert hatte, die umstrittene Praxisgebühr ganz oder teilweise zurückzunehmen, bleibt diese laut 'Bild' vorerst doch bestehen. Die Zeitung beruft sich auf Koalitionskreise.

Union und FDP verständigten sich darauf, die Gebühr von zehn Euro pro Quartal zunächst nicht abzuschaffen. Auch die von der CDU gewünschte Senkung des Krankenkassenbeitrags um 0,1 Prozentpunkte sei vom Tisch, berichtet die Zeitung. Allerdings werde im Sommer darüber möglicherweise noch einmal verhandelt. Der CDU-Gesundheitsexperte und Bundestagsabgeordnete Jens Spahn bestätigte die entsprechende Einigung: "Damit ist endlich Ruhe an der Front."

Gleichwohl erneuerte FDP-Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle den Wunsch nach einer Abschaffung der Praxisgebühr. "Wir sind uns in der Koalition einig, dass die gesetzlich Krankenversicherten entlastet werden müssen. Angesichts zweistelliger Milliardenüberschüsse ist es nur fair, die Versicherten daran teilhaben zu lassen", sagte Brüderle der 'Hamburger Morgenpost'. Die Praxisgebühr sei mit viel Ärger und Bürokratie verbunden. Man könne die Praxisgebühr zumindest für zwei bis drei Jahre aussetzen.

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