Praktiker will Märkte schließen und Stellen streichen

Der Baumarktkonzern Praktiker will mit einem Restrukturierungsprogramm aus der Krise kommen. Das Unternehmen teilte mit, es wolle diejenigen Märkte schließen, die ohne Aussicht auf Besserung Verluste erwirtschaften. Etwa 15 Prozent der deutschlandweit 236 Märkte würden überprüft. Außerdem sollen die Mieten der Standorte nachverhandelt werden. In den kommenden drei Jahren will das Unternehmen mehr als 300 Millionen Euro für Standorte und Sortimente sowie den Firmenauftritt ausgeben, Finanzmittel in dieser Größenordnung sollen beschafft werden.

Die Konzernzentrale wird vom saarländischen Kirkel nach Hamburg an den Sitz der Tochtermarke Max Bahr verlagert, ein Drittel der Arbeitsplätze mit zentralen Funktionen soll wegfallen. Der Vorstand wird mit sofortiger Wirkung von fünf auf drei Personen verkleinert: Der für Auslandsgeschäft, Standortmanagement und Personal zuständige Michael Arnold scheidet ebenso aus dem Unternehmen aus wie der fürs Deutschlandgeschäft verantwortliche Pascal Warnking.