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Präventions-Seminar für Jugendliche in Hamburg: Imam Jakobi im Kampf gegen Extremismus

Präventions-Seminar für Jugendliche in Hamburg: Imam Jakobi im Kampf gegen Extremismus

"Es gibt einen Isolierungs-Prozess der Hardliner"

Die Zahl gewaltbereiter Islamisten steigt konstant. Rund 1.000 'Gefährder' gehören hierzulande schon der Terror-Szene an, so das Bundeskriminalamt. Mindestens 450 Salafisten sind aus Deutschland nach Syrien und in den Irak gereist, um für den 'IS' zu kämpfen. Viele muslimischen Gemeinden sind angesichts dieses beunruhigenden Trends in großer Sorge. Um das Abgleiten weiterer Jugendlicher in den Extremismus zu verhindern, setzt Imam Jakobi in Hamburg auf ein Präventions-Seminar.

Kampf gegen Extremismus
Imam Jakobi spricht in seinem Präventions-Seminar auf Deutsch mit den Jugendlichen.

Dabei tauscht sich der Imam einmal die Woche mit Jugendlichen über den Islam aus – und zwar auf Deutsch. "Einer der Gründe, warum die youtube- Prediger Zulauf haben, ist, dass die Gemeinden ihre eigenen jungen Leute nicht mehr erreichen, weil sie auf türkisch, auf arabisch, indonesisch predigen."

Jakobis Mission klingt simpel und ist dennoch schwierig: Immun machen gegen "Gehirnwäsche und Indoktrination". Jugendliche sollen seiner Meinung nach lernen, selbst zu denken und zu entscheiden, was richtig ist. "Ich glaube, dass viele Muslime merken, dass es so nicht geht und nicht so gehen kann. Sie nehmen Abstand. Da gibt es einen Isolierungs-Prozess der Hardliner. Das ist gesund, das ist gut."

Der Hamburger Imam sieht insgesamt einen "guten Prozess", doch der könne auch schnell wieder enden, nämlich dann, wenn Muslime unter Generalverdacht gestellt würden.