Hubschrauber-Rettungsaktion dank Telefon und Social Media

Portugal: Kölner Urlauber nachts vor Flut gerettet

Ein Mann aus Köln wurde an der portugiesischen Küste vor Hochwasser gerettet. Ein Social-Media-Video des Leuchtturms Cabo da Roca (Archivbild), das der Mann vorher aufgenommen hatte, hat der Polizei bei der Suche geholfen.
Ein Mann aus Köln wurde an der portugiesischen Küste vor Hochwasser gerettet. Ein Social-Media-Video des Leuchtturms Cabo da Roca (Archivbild), das der Mann vorher aufgenommen hatte, hat der Polizei bei der Suche geholfen.
© DPA, Jürgen Wiesler

23. September 2020 - 16:06 Uhr

Portugiesische Polizei sucht mit Booten und einem Hubschrauber

Es ist wohl der Albtraum eines jeden Urlaubers: Ein 33-jähriger Kölner Urlauber wird nachts bei Flut an einem Strandabschnitt eingeschlossen. Ein Freund schlägt in Deutschland Alarm – und die portugiesische Polizei startet eine große Rettungsaktion. Der Mann wird am Ende dank Social-Media-Videos gefunden.

Telefon geht aus - Freund meldet sich bei Kölner Polizei

Die Portugiesische Polizei hat einen 33-jährigen Kölner Urlauber vor steigender Flut gerettet. Der Mann war am späten Dienstagabend am Strand eines Naturschutzgebietes an der Küste von Sintra unterwegs und wurde von dem Hochwasser überrascht. Als er weg wollte war es schon zu spät: Die Flut hat ihm den Weg versperrt. Weil der Kontakt durch den leeren Handyakku zu einem Freund abgebrochen ist, hat der sich am Ende bei der Kölner Polizei gemeldet und die Rettungsaktion damit losgetreten. Die Kölner Polizisten haben ihre Kollegen aus Portugal kontaktiert. Daraufhin hat sich die Polizei in Portugal mit Booten und an Land auf die Suche nach dem verschollenen Fotografen gemacht. Sogar ein Hubschrauber war im Einsatz.

Bei der Rettungsaktion haben am Ende auch Hinweise aus dem Netz geholfen: Der Mann hatte einige Stunden vorher Urlaubsvideos auf Social Media gepostet. Anhand der Bilder konnte die Polizei in Köln den Ort des Mannes eingrenzen. Auf den Videos war der Leuchtturm "Cabo da Roca" zu sehen. Die Polizei hat den Urlauber gegen 1.00 Uhr nachts gefunden. Durch die schnelle internationale Zusammenarbeit hat der Einsatz nur zwei Stunden gedauert. Der Mann hatte sich auf eine höhergelegene Klippe vor der Flut geflüchtet. Der 33-Jährige ist unverletzt – für ihn kann der Portugal-Urlaub weiter gehen.