Portugal: Hobby-Torero kämpft mit Kind auf dem Arm gegen den Stier

10. Juli 2018 - 13:44 Uhr

Was hat sich dieser Vater nur gedacht?

Da muss man seinen Kopf doch komplett ausgeschaltet haben, um beim Kampf gegen einen wütenden Stier seinen kleinen Sohn auf dem Arm zu tragen! Auf der Azoreninsel Terceira hat ein selbsternannter Torero genau das getan und sorgt nicht nur bei Tierschützern für Unverständnis.

Rechts der Sohn, links das Stierkampftuch

Wie leichtsinnig kann ein Mensch eigentlich sein? Das fragt man sich zwangsläufig, wenn man diese Bilder betrachtet: Ein Mann reizt einen Stier immer wieder zum Angriff, wedelt mit einem rosafarbenen Tuch. Aber nur mit einer Hand, denn auf dem rechten Arm trägt er seinen kleinen Sohn. Der hat sich das natürlich nicht gewünscht, sondern wird von seinem Vater völlig unnötig in Gefahr gebracht.

Der Stierkampf auf der Straße ist Teil eines fragwürdigen Brauchs auf den Azoren, einer zu Portugal gehörenden Inselgruppe im Atlantik. Dabei werden Kampfstiere am Strick geführt, damit sich auch Hobby-Toreros mit ihnen messen können. Eine portugiesische Tierschutzorganisation hat den Vorfall angezeigt.

Spanischer Stierkämpfer brachte Tochter in Gefahr

Es ist nicht der erste Fall unfassbaren Leichtsinns beim Stierkampf auf der iberischen Halbinsel: Vor zweieinhalb Jahren geriet der spanische Torero Francisco "Fran" Rivera Ordóñez in die Schlagzeilen, weil er mit seiner fünf Monate alten Tochter auf dem Arm gegen einen Stier gekämpft hatte. Franciscos lapidare Erklärung damals: "Es gibt gefährlichere Dinge im Leben."