Poroschenko erwägt Treffen mit Putin bei UN-Vollversammlung

Ukraines Präsident Petro Poroschenko beim Krisentreffen in Berlin.
Ukraines Präsident Petro Poroschenko beim Krisentreffen in Berlin.
© dpa, Kay Nietfeld

26. August 2015 - 12:09 Uhr

Kriegsregion Ostukraine kommt nicht zur Ruhe

Nach dem Ukraine-Krisentreffen in Berlin hat Präsident Petro Poroschenko Gespräche mit Kremlchef Wladimir Putin bei der UN-Vollversammlung Ende September in New York nicht ausgeschlossen. "Die Vollversammlung ist ein Forum für viele internationale Treffen", sagte Poroschenko in der ukrainischen Hafenstadt Odessa. Putins Auftritt in New York wird am 28. September erwartet.

Bei ihrem Treffen am Vortag hatten Kanzlerin Angela Merkel, der französische Staatschef François Hollande und Poroschenko betont, dass es keine Alternative zu Gesprächen mit Putin gebe. Auch der von Putin im Februar mitausgehandelte Minsker Friedensplan sei der einzige Weg für eine Lösung des blutigen Konflikts in Donbass.

In der Kriegsregion Ostukraine setzten die ukrainischen Regierungstruppen und die prorussischen Separatisten ihren Konfrontationskurs trotz der diplomatischen Bemühungen fort. Bei Beschuss seien mindestens zwei Soldaten getötet und neun verletzt worden, teilte Präsidialamtssprecher Alexander Motusjanik mit. Zudem kam bei der Explosion einer Granate in der vom Militär kontrollierten Ortschaft Wolodarske ein vierjähriger Junge ums Leben. Die Aufständischen sprachen überdies von mindestens einem getöteten Zivilisten. Unabhängige Berichte lagen zunächst nicht vor.