Pool Champions: Konny Reimann im Interview

© RTL / Ruprecht Stempell

22. Juni 2013 - 18:07 Uhr

Konny Reimann: "Auf das Turmspringen habe ich richtig Bock"

Er hat vor praktisch nichts Angst und lässt für seine Teilnahme an den "Pool Champions" sogar seinen geliebten Akkuschrauber im fernen Texas zurück: Auswanderer Konny Reimann ist eine echte Sportskanone. Als Kampfsportler und Kunstturner liebt er Herausforderungen und verrät im Interview, dass er am liebsten vom 30-Meter-Brett springen würde.

Was reizt Sie an "Die Pool Champions", warum sind Sie bei der Show dabei?

Konny Reimann: "Der Reiz liegt für mich darin, mal wieder aus meinem Arbeitsalltag rauszukommen. Auf das Wasserspringen habe ich richtig Bock. Der Zehn-Meter-Turm reizt mich aber nur bedingt, weil es nicht höher hinausgeht. Noch lieber würde ich vom Dreißig-Meter-Brett springen, da ist der Reiz einfach noch größer. Aber das gibt es ja leider nicht bei den "Pool Champions". Wenn es möglich wäre, würde ich auch von fünfzig Metern springen. So hoch wie möglich – dann habe ich Spaß!"

Kennen Sie keine Angst?

Konny Reimann: "Nein, das gibt es nicht. Angst ist ein Fremdwort für mich."

Wird die Zeit ohne Ihre Familie und ohne Ihren Akkuschrauber hart?

Konny Reimann: "Ich würde mal so sagen: Wenn ich drei Tage lang kein Werkzeug in der Hand gehabt habe, werde ich so langsam unruhig. Meinen Akkuschrauber muss ich eigentlich immer weglegen, wenn ich nach Deutschland komme. Aber es gibt ja die Möglichkeit, hier mal in den Baumarkt zu gehen. Da kann ich kurz mal einen Akkuschrauber anfassen, und dann bin ich wieder beruhigt. Also das wird nicht so hart. Und in diesem Fall bin ich nur für einen Tag da, das heißt, am nächsten Morgen geht's schon wieder zurück nach Texas. Da spielt sich auch mein eigentliches Leben ab. Und meine Frau ist im Geiste sowieso immer bei mir."

Was können die Zuschauer von Ihnen erwarten? Haben sie verrückte Aktionen geplant?

Konny Reimann: "Wir können natürlich nicht allzu viele Kapriolen machen, sondern müssen das auf den Wassersport begrenzen. Aber ich denke mal, ich werde das kurzfristig oben entscheiden. Das ist ja so: Ich kann natürlich auch einen stilistisch durchdachten und technisch perfekten Sprung darbieten – aber wer will das denn sehen? Wenn wir ehrlich sind, freuen sich die Zuschauer doch viel mehr darüber, wie ich chaotisch ins Wasser eintauche. Ich könnte das schon machen, aber das wäre ja langweilig. Mal schauen – wenn ich weiterkomme, mache ich dann vielleicht einen zehnfachen Salto rückwärts vom Zehner!" (lacht)

Sie sind Kampfsportler – woher kann man da so viel Akrobatik?

Konny Reimann: "Ich war früher auch Kunstturner und habe das auch mein ganzes Leben lang weitergemacht, zwar nicht so exzessiv wie früher, aber ich habe zum Beispiel auch Turnübungen in das Karatetraining eingebaut, z.B. beim Konditionstraining oder bei Dehnungsübungen. Das Turnen habe ich bis zum heutigen Tag nicht aufgegeben. Handstand, Spagat, das habe ich alles noch voll drauf."

Das Wasserspringen haben Sie also voll im Griff. Und wie ist es mit dem Synchronschwimmen? Das ist ja etwas graziler…

Konny Reimann: "Sehe ich etwa nicht grazil aus? (lacht) Das Wasserballett ist schon eine schwierigere Sache für mich. Obwohl: Im Endeffekt geht da ja auch nur darum, Bewegungsabläufe auswendig zu lernen. Das wird schon der schwierigere Part sein, aber ich sehe das überhaupt nicht als Problem an. Wenn da Mädels sind, mit denen man sich verträgt, die das beherrschen und mir das gut beibringen können, dann klappt das schon… Im Moment weiß ich aber noch gar nicht, wie das funktioniert!"

Konny Reimann: "Die Fans werden mich chaotisch erleben wie immer"

Wie gehen Sie als Sportler durch und durch in diesen Wettkampf? Wollen Sie unbedingt gewinnen?

Konny Reimann: "Ich will nicht unbedingt gewinnen, der Sieg ist nicht die treibende Kraft. Was mich antreibt, ist, dass ich aus meinem Alltag rauskomme und mal wieder so richtig schön vom Zehner runterballern kann. Als Kind habe ich das leidenschaftlich gemacht. Das Problem in Hamburg war nur, dass das Zehn-Meter-Brett in der Alsterschwimmhalle nie aufgemacht wurde, weil so viel Publikumsverkehr da war. Und ganz zum Schluss, also wirklich fünf Minuten vor Feierabend, durften wir springen. Da sind wir natürlich immer alle rauf auf den Zehner. In den Sommerferien haben wir das fast jeden Tag gemacht. Das war auch recht eindrucksvoll: Ich weiß noch, dass die Leute immer fast einen Herzinfarkt gekriegt haben, wenn ich da als kleiner Junge mit meinen 1,20 m von da oben runtergehechtet bin. Mit Anlauf und Abspringen vorne!"

Ist der See vor Ihrer Haustür in Texas schon Vorbereitung genug? Wie trainieren Sie für die Show?

Konny Reimann: "Ich mache viel Kraftsport und Krafttraining auf dem Wasser. Die Sachen, die ich auf dem Wasser mache, die macht normalerweise kein Mensch. Zum Beispiel extremes Jetski-Fahren… Es gibt wenige, die bei mir da hintendrauf sitzen wollen. Wenn die Leute sehen, wie ich Jetski fahre, sagen die meisten: Ok, das war's dann! Ich fahre sehr schnell, ballere mit 90 km/h über den See und mache dann eine 90-Grad-Wendung – da muss man sich schon richtig festhalten auf dem Ding. Oder ich drehe so enge Kreise, dass ich anfange, langsam einzutauchen. Auch bei einem Sturm wie neulich bin ich draußen, so ein Tornado macht mir nix. Wenn du mit dem Jetski über drei, vier Meter hohe Wellen ballerst, dann hast du danach Arme wie Popeye! Aber auch, wenn der See morgens noch ruhig ist, schwimme ich einmal rüber."

Haben Sie ein Schwimmabzeichen?

Konny Reimann: "Ich habe ein Schwimmabzeichen vom DLRG. Das ist aber vor einigen Jahren schon verschütt' gegangen irgendwie. Ich habe auch bei der Bundeswehr Kurse gemacht."

Was können die Fans denn von Konny Reimann erwarten?

Konny Reimann: "Die Fans werden mich so erleben, wie ich sonst auch immer bin: Völlig chaotisch."

Wie werden Sie optisch auftreten? Badehose oder Badeshorts?

Konny Reimann: "Mit meiner ganz normalen Badehose. Mit dem Supertanga wollte ich mich da jetzt nicht unbedingt präsentieren. (lacht) Und Badeshorts sind mir zu gefährlich bei der Höhe. Meine größte Panik ist ja sowieso, dass ich da vom Zehner runterballere und hinterher die Badehose irgendwo in der Ecke rumhängt!" (lacht)

Und für das Synchronschwimmen? Da trägt man ja normalerweise Badekostüme.

Konny Reimann: "Das höre ich jetzt zum ersten Mal. Was muss ich da tragen?! Ein Kostüm?! Da gucken wir mal. Ich bin ja schon mal zum Fasching als Ballerina gegangen, mit Tutu und großer Schleife. Wahrscheinlich sieht das dann genauso bekloppt aus."

Sie haben keine Angst vor Verletzungen – was ist mit Ihrer Frau Manu?

Konny Reimann: "Die hat sehr viel Angst um mich. Aber sie weiß auch, dass sie sich auf mich verlassen kann. Sie weiß zu hundert Prozent, dass ich nie irgendetwas mache, wo ich mir nicht sicher bin, dass das auch funktioniert. Aber trotzdem gibt es immer irgendwo ein Restrisiko. In der Show ist das gering. Da muss schon etwas Ungeplantes passieren, dass ich beim Anlauf nehmen ausrutsche oder so. Aber ich schaue schon vorher, ob das Brett trocken ist – sonst mache ich da oben auch keinen Flickflack oder einen Salto."

Sitzt ihre Familie dann vorm Fernseher und verfolgt Ihre Auftritte?

Konny Reimann: "Nein, das geht leider nicht, wir können nicht alle vier hier vor Ort sein. Denn wir haben ja auch ein Business in Texas, das muss ja weitergehen. Das wäre logistisch sonst zu aufwendig. Die Ranch und die Tiere müssen ja alle versorgt werden. Ich sitze ja nicht in Texas rum und warte, bis RTL vorbeikommt und fragt: Herr Reimann, wollen Sie bei den "Pool Champions" mitmachen? Ich habe da immer volles Programm!"

Aber ihre Kinder drücken die Daumen, wenn Sie bei den "Pool Champions" mitmachen?

Konny Reimann: "Die Kinder sind bei allem was ich mache mit involviert, das interessiert sie auch. Sie sind zwar zuhause ausgezogen, aber wir haben immer noch ein sehr enges Verhältnis. Die Kinder kommen zum Beispiel regelmäßig am Sonntag zum Frühstück zu uns, das interessiert sie schon."

Sie haben einmal über das Projekt in Texas gesagt: "Wer weiß, wohin die Reise geht." Können Sie sich vorstellen, irgendwann die Zelte in Texas wieder abzubrechen und woanders noch einmal ganz neu anzufangen?

Konny Reimann: "Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, irgendwann mal wieder woanders anzufangen, weil diese ganzen Kosten, die wir momentan auf 'Konny Island' und drum herum haben, gigantisch sind. Das können sich viele Leute gar nicht vorstellen, aber allein die Steuern und die Lebensunterhaltkosten in Texas sind für uns extrem hoch. Und irgendwann muss man einfach auch mal einen Schlussstrich ziehen und sagen: 'Jetzt ist es gut. Wir hatten eine schöne Zeit, aber jetzt machen wir wieder was Neues.' Ich weiß aus Erfahrung, dass alle fünfzehn Jahre in meinem Leben ein Bruch stattgefunden hat. Dieses Mal wird es etwas länger werden bis zum nächsten Bruch, weil wir noch lange nicht fertig sind. Wir müssen ja erst mal fertig werden! Als wir aus Schenefeld weggingen, waren wir da zu 95 Prozent fertig, jetzt sind wir in Texas vielleicht bei 50 Prozent. Aber vielleicht findet sich ja so ein kleines Eiland auf den Bahamas oder in der Südsee, was repariert werden muss und günstig zu kaufen ist." (lacht)