Keine Gande für den Ekel-Officer John Rabago aus Hawaii

Polizist zwingt Obdachlosen, ein öffentliches Urinal abzulecken: vier Jahre Gefängnis

Symbolfoto
© deutsche presse agentur

16. Juli 2020 - 13:56 Uhr

"Sie haben ihm seinen einzigen Besitz genommen: seine Würde als Mensch"

Was für ein Ekel! Ein ehemaliger Polizist hat einen Obdachlosen gezwungen, ein Urinal in einer öffentlichen Toilette abzulecken. Die Strafe für die widerliche Tat: vier Jahre Gefängnis! "Sie haben ihm seinen einzigen Besitz genommen: seine Würde als Mensch", sagte Richter Leslie Kobayashi.

Angeklagter entschuldigt sich bei Opfer Samuel Ingall

FILE - In this Sept. 25, 2019 file photo, former Honolulu police officer Reginald Ramones, center, walks down a street in Honolulu. Samuel Ingall, a homeless man, is suing the Honolulu Police Department and the city after he says officers forced him
John Rabago (rechts, Archivfoto vom 25.09.2019)
© AP, Jennifer Sinco Kelleher, AM RS DD

Der empörende Vorfall ereignete sich im Januar 2018 in Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii. Der damalige Police-Officer John Rabago (44) erpresste gemeinsam mit einem Kollegen den obdachlosen Samuel Ingall. "Wenn Sie das Urinal lecken, werden Sie nicht verhaftet", sagte Rabago zu dem 37-Jährigen. Zudem hielt er ihn fest und trat ihm solange in die Beine, bis der Mann der entwürdigenden Forderung nachkam.

Der Richter sagte bei der Urteilsverkündung: "Ich bin hier, um dich nach dem Schlimmsten zu beurteilen, was du in deinem Leben getan hast." Rabago zeigte sich einsichtig. Er habe damals "eine Entscheidung getroffen, auf die ich nicht stolz bin", sagte er, als er sich beim Opfer und seiner Familie entschuldigte.

Die Verhandlung gegen seinen Kollegen steht noch aus.