Polizeipräsident lädt Moscheegemeinden zu Gespräch ein

Der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill bei einer Veranstaltung. Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv
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21. Februar 2020 - 16:41 Uhr

Nach dem Terroranschlag von Hanau hat der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill die Moscheegemeinden der Stadt zu einem Gespräch am Montag eingeladen. Dabei solle es um die aktuelle Lage gehen sowie Austausch und Vernetzung gestärkt werden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Ein Sprecher der Abu Bakr-Moschee im Frankfurter Stadtteil Hausen sagte, beim ersten Freitagsgebet nach dem Anschlag in Hanau seien Verunsicherung und Angst bei den Gemeindemitgliedern zu spüren gewesen. "Das war schon ein Thema heute." Dennoch seien viele Menschen in die Moschee gekommen.

Die Gemeinde habe aber den Wunsch nach stärkerem Polizeischutz geäußert - "Sie wollen sich geschützt fühlen." Einige Männer hätten "für alle Fälle" während des Freitagsgebets vor der Moschee gestanden, um die Betenden bei Bedarf vor einem Angriff warnen zu können. "Wenn so etwas wie in Hanau geschieht, spüren die Leute, dass es immer näher kommt", sagte der Moscheesprecher über Gewalt gegen Muslime.

Quelle: DPA