2018 M10 19 - 11:40 Uhr

Kirchheim an der Weinstraße: Zwei Polizisten sind schwer verletzt

Bei einem Schusswechsel in Kirchheim an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz sind am Freitagvormittag laut Polizei zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter wurden schwer verletzt.

Mutter und Sohn sind tot

Schüsse in Kirchheim in Rheinland-Pfalz. Zwei Menschen tot. Zwei Polizisten sind schwer verletzt.
Bevor in der Wohnung in Kirchheim Schüsse fielen, gab es laut Staatsanwaltschaft offenbar einen Streit zwischen einer Mutter und ihrem Sohn.
© RTL

Laut Polizei ist es gegen 8:30 Uhr zu dem Einsatz gekommen. Dabei sind Schüsse gefallen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankenthal hatte eine Frau bei der Polizei angerufen, weil ihr 25-jähriger Sohn "einen psychotischen Schub" gehabt haben soll und ausgerastet sei. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft in einer offiziellen Erklärung. Darin heißt es, der Sohn sei mit einer Schere auf eine Polizeibeamtin losgegangen, als sie und ihr Kollege die Wohnung betraten.

Die Beamtin habe aus Notwehr geschossen. Der 25-Jährige wurde getroffen und starb infolge mehrerer Schussverletzungen. Das hat das vorläufige Untersuchungsergebnis der Mediziner des Instituts für Rechtsmedizin Mainz ergeben. Die Mutter starb ebenfalls noch am Tatort - trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen. Die Gründe für ihren Tod sind bislang unklar. Laut Rechtsmedizin hat die 56-Jährige erhebliche Verletzungen am Kopf und am Körper, aber keine Einschusswunden. Nun wird ermittelt, ob die 56-Jährige von ihrem Sohn getötet wurde.

Es besteht keine weitere Gefahr

Der Angreifer verletzte die Polizeibeamten mit der Schere schwer. Zurzeit besteht keine weitere Gefahr, so die Polizei. Aufgrund des Einsatzes kam es vorübergehend zu Verkehrsbeeinträchtigungen in Kirchheim. Der Leitende Oberstaatsanwalt Ströber rechnete in zwei bis drei Wochen mit genaueren Ermittlungsergebnissen zu dem Fall. Die Staatsanwaltschaft muss wegen der Schussabgabe routinemäßig auch untersuchen, ob die Polizisten in Notwehr gehandelt haben.