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Polizeiaktion bei Dresden: Mutmaßlicher Killer Robert K. tot aufgefunden

Polizeiaktion bei Dresden: Mutmaßlicher Killer Robert K. tot aufgefunden

Mutmaßlicher Gewalttäter hielt sich stundenlang verschanzt

Der mutmaßliche Mörder einer 75-jährigen Seniorin aus Dresden ist tot. Nach einem stundenlangen Polizeieinsatz wurde der Mann tot von den Einsatzkräften entdeckt. Der 33-jährige Robert K. hatte sich am Mittag in einem ehemaligen Kasernengebäude verschanzt und zuvor auf Polizisten geschossen.

Polizei geht von Suizid aus

14.05.2018, Sachsen, Königsbrück: Polizisten sind während der Fahndung nach einem 33-jährigen im Einsatz. Nach dem Fund einer getöteten 75-Jährigen in Dresden am Samstag fahndet die Politei nach dem Tatverdächtigen. Seit Montagmorgen durchsuchen Beam
Nach Tötung von Seniorin: Der tatverdächtiger Nachbar Robert K. ist tot.
dna, dpa, Tino Plunert

Der ehemalige Bundeswehrsoldat ist dringend tatverdächtig, seine 75-jährige Nachbarin getötet zu haben. Die Leiche der Seniorin war am Samstag in einer Dresdener Wohnung entdeckt worden. Am Montag hatte die Polizei den bewaffneten Robert K. in der Königsbrücker Heide umstellt. Stundenlang hielt sich der Mann verschanzt, am Abend wurde er schließlich tot aufgefunden. "Unsere Einsatzkräfte haben einen Raum betreten und den Tatverdächtigen leblos aufgefunden", schrieb die Polizei Sachsen am Montagabend auf Twitter. "Wir gehen von Suizid aus."

Der Tatverdächtige hatte zuvor auf die Einsatzkräfte geschossen, ein Beamter wurde am Arm verletzt. Bei einem ersten Zugriffsversuch wurde außerdem ein Polizeihund von dem Tatverdächtigen angeschossen. Versuche mit Robert K. Kontakt aufzunehmen verliefen erfolglos. Die rund 200 Beamten wurden am Abend ausgetauscht, weil sie seit dem frühen Morgen im Einsatz waren.

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Bereits vorher war Robert K. auffällig geworden, weil er im Alkoholrausch in seiner Wohnung randaliert hatte. Von der Polizei wurde er deshalb am vergangenen Donnerstag für eine Nacht in Gewahrsam genommen. Mutmaßlich mache er die Nachbarin für den von ihm als demütigend empfundenen Einsatz verantwortlich, erklärte ein Polizeisprecher. Als Sportschütze hatte Robert K. legal Waffen und Munition bei sich zu Hause. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden fünf Gewehre und zwei Pistolen sichergestellt.

Bei der Fahndung und dem Einsatz waren insgesamt rund 650 Polizisten aus Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie von der Bundespolizei im Einsatz. Allein am Montag waren 270 Einsatzkräfte im Bereich Königsbrück an der Aktion beteiligt.

Quelle: DPA