Polizei: Zehn Taliban bei Bundeswehr-Operation getötet

Bei einer Operation der Bundeswehr und anderer Truppen in der nordafghanischen Provinz Kundus sind nach afghanischen Polizeiangaben bislang mindestens zehn Taliban-Kämpfer getötet worden. 15 mutmaßliche Aufständische seien verwundet worden, sagte Provinz-Polizeichef Abdul Rahman Sajedchaili.

Die Operation im Unruhedistrikt Char Darah hatte am Sonntag begonnen und dauert an. Nach Angaben der Bundeswehr sind bislang drei deutsche Soldaten leicht verwundet worden. Sajedchaili sagte, auch drei afghanische Polizisten seien verletzt worden. An der Operation "Almasak" (Dari für Blitz) nehmen 480 Angehörige der Internationalen Schutztruppe ISAF und der afghanischen Sicherheitskräfte teil. Unter den Soldaten sind zahlreiche Deutsche und Amerikaner.

Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Ortschaft Katliam rund sechs Kilometer westlich des deutschen Feldlagers, aus der die Taliban vertrieben werden sollen. Ziel ist auch die Sicherung einer Verbindungsstraße in Char Darah, die im Bundeswehr-Sprachgebrauch Little Pluto heißt. Die Bundeswehr setzte bei den Gefechten mehrfach die Panzerhaubitze ein.