Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft

Polizei sucht Handy-Spanner! Er filmte einer Frau unter den Rock

Australische Polizei veröffentlicht Fotos von Handy-Spanner.
Australische Polizei veröffentlicht Fotos von Handy-Spanner.
Polizei Syndey

Polizei veröffentlicht Fotos des Mannes im Internet

Dieser Mann soll einer Frau heimlich unter den Rock gefilmt haben, als sie gerade am Hauptbahnhof in Sydney die Treppe hinauf ging. Ein absolutes Unding! Dafür soll er jetzt zur Rechenschaft gezogen werden. Die australische Polizei fahndet öffentlich mit Fotos nach dem Handy-Spanner.

Er soll die Frau in der Bahnstation verfolgt haben

12.04.2019, Großbritannien, Edinburgh: Zwei Frauen in kurzen Röcken gehen auf einem Weg. Wer Frauen unter Röcke fotografiert, muss künftig in England und Wales mit bis zu zwei Jahren Gefängnis rechnen. Verurteilte werden außerdem als Sexualstraftäter
Upskirting gilt in Australien als Straftat.
kde, dpa, Jane Barlow

Die Frau hat den Vorfall Anfang April gemeldet, teilt die australische Polizei laut dem britischen Nachrichtenportal "Daily Mail" mit. Demnach habe der Mann sie zunächst verfolgt und ihr dann heimlich unter den Rock gefilmt. Die Frau bemerkte den Spanner und war schockiert. Sie informierte die Polizei, die anschließend Ermittlungen einleitete.

Nun konnte der mutmaßliche Handy-Spanner mit Hilfe der Überwachungskameras identifiziert werden. Um den Mann schneller zu fassen, veröffentlichte die Polizei zwei Fotos mit einer Beschreibung im Internet. Demnach soll er zwischen 20 und 25 Jahre alt sein.

Upskirting ist in Australien illegal

Frau trägt Minirock
In Deutschland ist Upskirting noch immer nicht verboten.
iStockphoto

Das sogenannte Upskirting ist in Australien illegal und wird als Straftat angesehen. Der Begriff meint das heimliche filmen oder fotografieren unter den Rock einer Person. Täter können mit bis zu zweieinhalb Jahren Haft oder bis zu 5.000 Dollar bestraft werden.

In England und Wales wird Upskirting seit dem 12. April unter Strafe gestellt. Auch hier müssen Täter mit bis zu zwei Jahren Haft rechnen. Verurteilte werden außerdem als Sexualstraftäter registriert. Eine 27-Jährige Britin hatte sich monatelang für eine Änderung des Gesetzes eingesetzt, nachdem sie selber ein Opfer geworden war.

In Deutschland noch immer erlaubt

In Deutschland ist das heimliche fotografieren des Intimbereichs einer anderen Person noch immer nicht verboten, weil ein entsprechendes Gesetz fehlt. Betroffene haben lediglich die Möglichkeit, auf Umwegen gegen die Täter vorzugehen. Zum Beispiel, wenn das Bild im Internet verbreitet wird. Opfer können dann zivilrechtlich gegen die Täter vorgehen und sich wegen einer Verletzungen ihres Rechts am eigenen Bild, ihrer Persönlichkeitsrechte sowie des Datenschutzrechts wehren. Dann können sie verlangen, die Bilder zu löschen.

mo