Polizei sucht Anwärter: Regelanfrage beim Verfassungsschutz

"Polizei" steht auf der Uniform eines Polizisten. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild
"Polizei" steht auf der Uniform eines Polizisten. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

15. Januar 2022 - 10:32 Uhr

Magdeburg (dpa/sa) - Bei der Polizei Sachsen-Anhalt sollen in diesem Jahr mindestens 440 neue Polizeianwärterinnen und -anwärter eingestellt werden. "An der Fachhochschule Polizei beginnt zum
1. März ein neuer Jahrgang mit der Ausbildung beziehungsweise dem Studium", teilte eine Sprecherin des Innenministeriums am Samstag mit. Erstmals werde dann ein verdachtsunabhängiges Prüfverfahren zum Einsatz kommen: die sogenannte Regelanfrage beim Verfassungsschutz. Bisher fragte die Polizei nur bei Verdachtsfällen beim Verfassungsschutz an.

Die Regelanfrage sei "ein weiterer wichtiger Baustein in unserer Gesamtstrategie gegen Extremismus", sagte Innenministerin Tamara Zieschang (CDU). Verfassungstreue sei eine "unverzichtbare Grundlage einer starken und von der Bevölkerung akzeptierten Polizei".

Von 2023 an plant die Polizei der Ministeriumssprecherin zufolge, jährlich 500 Anwärter einzustellen. Damit wolle man dem aktuell herrschenden Personalnotstand entgegenwirken. Ziel sei es, bis Ende der Legislaturperiode 7000 Vollzugsbeamte in den Dienst zu stellen. Bereits in den vergangenen Jahren seien verstärkt Anwärter eingestellt worden. Im vergangenen Jahr waren es etwa 360 und - zum Vergleich - im Jahr 2010 gab es 120 Einstellungen.

© dpa-infocom, dpa:220115-99-718179/2

Quelle: DPA