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Polizei schickt Tagesausflügler weg: Hoffnung auf Pfingsten

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration
© deutsche presse agentur

04. April 2021 - 8:30 Uhr

Schwerin (dpa/mv) - Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern schottet sich wegen der Corona-Pandemie zum Verdruss der Branche vor Touristen ab. Allein am Karfreitag verwies die Polizei fast 350 Menschen wegen verbotener Einreisen des Landes. Insgesamt seien 343 Menschen in 189 Fahrzeugen aufgefordert worden, das Land wieder zu verlassen, weil sie keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt hätten darlegen können, teilten die Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg mit. Tourismus, auch als Tagesausflug, ist wegen der Corona-Pandemie im Nordosten nicht zulässig. Besuche der Kernfamilie, also etwa von Eltern und Kindern, sind hingegen weiterhin erlaubt.

"Man muss konstatieren, dass nach einem Jahr der Tourismus am Boden ist mit allen Konsequenzen. Wir haben keine Perspektive", sagte der Präsident des Bäderverbands MV und Tourismuschef von Kühlungsborn, Ulrich Langer, der "Ostsee-Zeitung" (Samstag). Er wünsche sich, dass das öffentliche Leben und der Tourismus zu Pfingsten wieder teilweise hochgefahren werde. "Teilweise heißt dann, dass nicht alle kommen können, sondern diejenigen, aus den Regionen, wo es wenig bis gar kein Infektionsgeschehen gibt." Den Tourismus nur innerhalb von Mecklenburg-Vorpommern zu öffnen sei jedoch keine Alternative.

Die Zahl der neu registrierten Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern stieg unterdessen am Samstag um 110. Das sind 198 weniger als am Vortag und 162 weniger als vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Vier Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion, womit die Zahl der Todesfälle im Land auf 875 stieg.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 6,5 auf nun 83,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 103,2. Mit 115,7 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten, gefolgt vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 98,4. Am niedrigsten ist der Wert laut Lagus im Landkreis Vorpommern-Rügen - dort liegt er bei 57,4.

Das RKI weist darauf hin, dass an den Osterfeiertagen meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.

In Trollenhagen bei Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und in Waren konnten laut einem Bericht des "Nordkurier" wegen einer außerplanmäßigen Astrazeneca-Lieferung zusätzliche Impftermine angeboten werden. Geimpft wurden den Angaben zufolge über 60-Jährige, die sich entweder telefonisch einen Termin haben geben lassen oder sich ohne Terminanmeldung in die Warteschlange gestellt haben. Insgesamt hat Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang rund 312.000 Impfdosen erhalten.

© dpa-infocom, dpa:210403-99-74009/3

Quelle: DPA

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