Polizei räumt Lager von Braunkohle-Gegnern am Hambacher Forst

25. Oktober 2018 - 7:05 Uhr

Demonstranten mussten weggetragen werden

Die Polizei hat ein Protestcamp von Braunkohle-Gegnern in der Nähe des Hambacher Forstes geräumt. Rund ein Drittel der etwa 100 Aktivisten dort hätten das Camp in Kerpen-Manheim zuvor freiwillig verlassen, sagte eine Sprecherin der Polizei Aachen. Die anderen seien bei dem Einsatz teils weggetragen worden.

Neue Proteste geplant

Einige der Demonstranten hätten passiv Widerstand gegen die Räumung geleistet, unter anderem in Sitzblockaden. Von Dutzenden Aktivisten seien Personalien aufgenommen worden, anschließend hätten sie einen Platzverweis bekommen. Nach Polizeiangaben war das Zeltcamp auf einem ehemaligen Sportplatz ohne Zustimmung des Energiekonzerns RWE auf dessen Gelände errichtet worden. Das Unternehmen habe Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gestellt.

Die Demonstranten des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" wollten von dem Protestcamp aus neue Aktionen gegen den Kohleabbau starten. Möglich seien Blockaden von Schienen, Zufahrten oder Baggern, um Kraftwerke von der Kohlezufuhr abzuschneiden, hieß es. Im Internet wird bereits zu weiteren Protestaktionen aufgerufen.

Quelle: DPA/RTL.de