Polizei räumt Akropolis mit Gewalt

14. Oktober 2010 - 19:37 Uhr

Tränengas und Schlagstöcke

Mit dem Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken hat die griechische Polizei die Blockade der Akropolis von Athen durch Angestellte des Kulturministeriums aufgelöst. Die antike Stätte blieb aber geschlossen, weil die Wärter der Akropolis aus Protest gegen die Gewaltanwendung die Arbeit für den Rest des Tages niederlegten.

Protest gegen Einstellungsstopp

Die Beschäftigten hatten aus Protest gegen ihre bevorstehende Entlassung seit Mittwoch den Eingang zum Wahrzeichen der griechischen Hauptstadt gesperrt. Zahlreiche Touristen konnten die Akropolis nur aus der Ferne sehen und beobachteten verwundert das Geschehen vor der Akropolis.

Mehrere Blockierer wurden in Polizeigewahrsam genommen. Wegen der dramatischen Finanzlage hat die Regierung des klammen Landes einen Einstellungsstopp beim Staat beschlossen. Aus diesem Grund werden auch Verträge, die zeitlich begrenzt sind, nicht mehr verlängert. Der Vertrag der meisten streikenden Angestellten endet am 31. Oktober. Viele der Betroffenen wurden nach Gewerkschaftsangaben mehrere Monate lang nicht mehr bezahlt.

Ein Zeuge berichtete, Polizisten hätten auch Journalisten angegriffen und deren Kameras demoliert. Die Demonstranten kündigten an, sie würden ihre Proteste fortsetzen.