„Das beste Mittel gegen politische Bauernfängerei“

Polizei NRW soll künftig Nationalität aller Tatverdächtigen nennen

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26. August 2019 - 18:19 Uhr

Immer wenn Nationalität bekannt ist, soll sie genannt werden

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen soll in ihren Pressemeldungen demnächst immer die Nationalität der Tatverdächtigen nennen, unabhängig davon, ob die Staatsangehörigkeit etwas mit der Tat zu tun hat oder nicht. "Wir nennen alle Nationalitäten von Tatverdächtigen, die wir sicher kennen - selbstverständlich auch die von deutschen Tatverdächtigen", kündigte NRW-Innenminister Herbert Reul an.

NRW-Innenminister will mehr Transparenz

Der Erlass zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei werde gerade noch überarbeitet, teilte das Innenministerium. Bisher war es so, dass auf die Staatsangehörigkeit eines Tatverdächtigen nur dann hingewiesen werden sollte, wenn sie für das Verständnis wichtig war oder es einen sachlichen Bezug zur Tat gab.

Das soll sich nun ändern. Der Minister will, dass in Zukunft immer die Nationalität dazu genannt wird. "Ich werbe seit meinem Amtsantritt um Transparenz. Das sollten wir in Zukunft auch in der Pressearbeit der Polizei noch konsequenter umsetzen", sagte Reul. Mit der Maßnahme will er Hetze und Rassismus vorbeugen. "Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Transparenz das beste Mittel gegen politische Bauernfängerei ist."