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Polizei Mönchengladbach nimmt Islamisten Raschid K. fest

14. Juni 2019 - 9:25 Uhr

Polizei Mönchengladbach ließ Raschid K. ins Präsidium laufen

Die Polizei in Mönchengladbach hat nach RTL-Informationen einen islamistischen Gefährder festgenommen. Raschid K. wurde verhaftet, als er sich wie jeden Donnerstag im Polizeipräsidium meldete. Er hatte die Auflage, drei Mal pro Woche zur Polizei zu gehen. Diesmal wartete jedoch ein Haftbefehl auf ihn. RTL-Reporter Ulrich Klose erklärt im Video, wie es zu der Verhaftung kam.

Raschid K. kann seit Jahren nicht abgeschoben werden

Raschid K. war laut "Spiegel" seit Ende April unter Auflagen auf freiem Fuß, obwohl die Polizei eine scharfe Waffe, Munition und Schalldämpfer bei ihm gefunden hatte. Weil er seit zwei Wochen nicht mehr an der Adresse, wo er gemeldet ist, gewesen sein soll, wurde der Haftbefehl gegen den Islamisten erneuert.

Der Mann kam 2004 aus Tschetschenien nach Deutschland. Obwohl Raschid K. immer wieder straffällig wurde und als Extremist auffiel, kann er nicht abgeschoben werden. Denn sein Heimatland will den Mann nicht zurücknehmen. Ihnen sei niemand mit diesen Personalien bekannt, behaupten die russischen Behörden und wollen ihm darum keine Papiere ausstellen. Und ohne Papiere kann man nicht abgeschoben werden. Darum wird Raschid K. als abgelehnter Asylbewerber in Deutschland geduldet.

Wie es mit dem Gefährder jetzt weitergeht, ist unklar

Diese Nacht wird Raschid K. nun erst einmal in Polizeigewahrsam verbringen. Dann soll er in ein Untersuchungsgefängnis überstellt werden, wie RTL-Reporter Ulrich Klose erfuhr. Wie es dann mit dem Mann weitergeht, ist unklar.