Fahrer (36) donnert mit 2,8 Promille in Hauswand

Polizei kettet Betrunkenen an Gartenzaun - der gönnt sich noch ein Bier

19. September 2019 - 13:09 Uhr

Betrunkene Insassen aus Heldrungen flüchteten nach dem Unfall

So einen Wahnsinn erlebt das beschauliche thüringische 2000-Seelen-Örtchen Heldrungen nicht alle Tage. Zwei völlig betrunkene Männer rasen ohne Führerschein und ohne Kennzeichen mit einem Mercedes durch die Hauptstraße, fliegen bei einem Überholmanöver von der Straße, knallen ungebremst gegen eine Hauswand und kommen erst vor einem Baum zum Stehen. Was dann passiert, ist an Kuriosität kaum zu schlagen. Die Bilder zeigen wir im Video.

Anwohnerin: "Plötzlich stiegen aus dem Auto zwei Männer aus und flüchteten"

Viele Anwohner sind vom lauten Knall aufgeschreckt und zum Unfallort gelaufen. Als sie dort ankommen, trauen sie ihren Augen nicht. "Plötzlich stiegen aus dem Auto zwei Männer aus und flüchteten", berichtet Annette Kath, deren Hauswand beim Aufprall zerstört worden ist. Ein anderer Anwohner rennt den beiden 36-Jährigen hinterher. Den Beifahrer kann er stoppen. Als die Polizeibeamten eintreffen, ketten sie den Mann vorsichtshalber mit Handschellen an einen Zaun fest.

Auch der Fahrer kann kurz darauf gefasst werden. Der hatte nämlich seine Dokumente im Auto vergessen, so konnten ihn die Beamten mithilfe eines Augenzeugen schnell identifizieren.

Angeketteter Beifahrer gönnt sich ein Bier auf dem Gehweg

Nach der Festnahme hat die Polizei 2,8 Promille beim Unfallfahrer gemessen. Doch während der seinen Rausch im Polizeiwagen ausschläft, öffnet sich der angekettete Beifahrer eine Flasche Bier und gönnt sich einen Schluck auf dem Gehweg - von Schuldbekenntnis keine Spur. Dabei hätte es viel schlimmer ausgehen können. Denn die beiden Betrunkenen sind über einen Schulweg gerast.

Weil das Auto nicht zugelassen ist und der Unfallfahrer keinen Führerschein besitzt, ermittelt die Polizei unter anderem wegen Verkehrsunfallflucht, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Kennzeichenmissbrauch und Straßenverkehrsgefährdung.