Polizei ist Organhandel in Thailand und Kambodscha auf der Spur

8. Juli 2014 - 20:32 Uhr

Nieren armer Leute soll eine Frau in Kambodscha gekauft und an wohlhabende Patienten in Thailand weiterverkauft haben. Die Frau wurde verhaftet, wie Polizeisprecher Kirth Chantharith bestätigte. Thailands Behörden ermittelten, berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok auf seiner Webseite. Es würden alle 26 Krankenhäuser überprüft, die Transplantationen vornähmen. Eigentlich dürfen dort nur Blutsverwandte oder Gatten nach mindestens drei Jahren Ehe Organe spenden.

Die in Kambodscha festgenommene Frau habe den Handel gestanden, sagte der Polizeisprecher. Sie habe mindestens fünf Organspendern für eine Niere umgerechnet 4500 Euro gezahlt - ein Vermögen in Kambodscha, wo Lehrer im Monat selten mehr als 70 Euro verdienen. Die Empfänger - wohlhabende Kambodschaner, die in Thailand auf eine Transplantation warteten - hätten aber ein Vielfaches davon bezahlt. Die Frau habe mit Übersetzern unter einer Decke gesteckt, die den Patienten in den thailändischen Krankenhäusern zur Seite standen.