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Polizei in Leipzig soll auf Auto geschossen haben - Fahrer spricht von "Todesangst"

Schwere Vorwürfe gegen Polizei in Leipzig

Polizisten sollen auf Auto geschossen haben - Fahrer spricht von "Todesangst"

Polizei hat angeblich auf Autofahrer geschossen Leipzig: Handy-Video soll Schüsse belegen
01:21 min
Leipzig: Handy-Video soll Schüsse belegen
Polizei hat angeblich auf Autofahrer geschossen

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Staatsanwaltschaft bestätigt zwei Ermittlungsverfahren

Schwere Vorwürfe gegen die Leipziger Polizei: Angeblich haben Beamte auf einen 27-jährigen Autofahrer geschossen, der eine Straßensperre umfahren hat und ihn nur knapp verfehlt. Das berichtet die Leipziger Volkszeitung. "Todesängste gingen mir durch den Kopf", behauptet der Autofahrer. Wie er den Vorfall beschreibt, was die Staatsanwaltshaft dazu sagt – in unserem Video!

Autofahrer soll Polizeiabsperrung umfahren haben

Der Vorfall soll sich bereits im April ereignet haben. Bei einem Feuerwehreinsatz in Leipzig-Grünau hätten Beamte auf das Auto geschossen, weil der Fahrer versucht habe, eine Polizeisperre zu umfahren. Nach Angaben der Polizei schossen die Polizisten auf die Reifen des Wagens.

Dem Zeitungsbericht zufolge trafen sie jedoch die Fahrertür, verfehlte den Fahrer nur knapp. Das Projektil sei im Sitz stecken geblieben, heißt es weiter. Es habe ihn nur knapp verfehlt, der Schuss habe ihn sogar leicht gestreift, so der Autofahrer in unserem Interview.

Er spricht von Angst, Panikattacken, Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung. Nach dem Ereignis habe er starke Psychopharmaka einnehmen müssen.

Handyvideo von Vorfall wird ausgewertet

Der Autofahrer hat Strafanzeige erstattet. Andreas Ricken von der Staatsanwaltschaft Leipzig bestätigt auf RTL-Nachfrage, dass es zwei Ermittlungsverfahren zu der Angelegenheit gebe. Zum einen wird gegen den Autofahrer wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Zum anderen werde gegen die beiden Polizeibeamten wegen versuchter Körperverletzung ermittelt.

Von dem Vorfall gibt es ein Handyvideo. Über dessen Inhalt wollte Ricken keine Angaben machen. Es werde ausgewertet, mehr sagte er nicht.