Polizei gibt Beamten Empfehlungen im Umgang mit Gaffern

Schaulustige fotografieren neben einer Lärmschutzwand mit ihren Smartphones eine Unfallstelle. Foto: Alexander Auer/dpa/Archivbild
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26. November 2019 - 17:10 Uhr

Weil Gaffer bei Unfällen immer wieder die Arbeit der Helfer behindern, hat die Frankfurter Polizei für ihre Beamten konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet. Mit ihnen will das Präsidium nach eigenen Angaben den Streifen zeigen, wie sie im Einsatz gegen Schaulustige vorgehen können. Seit Dienstag werden die Info-Karten an die Polizisten in Hessens größter Stadt verteilt. Auf ihnen sind unter anderem die unterschiedlichen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten aufgelistet, nach denen sich Gaffer möglicherweise schuldig machen.

Außerdem erhalten die Beamten Hinweise, wie sie sich verhalten sollen. "Wir bilden uns ständig fort und wollen, dass die Kollegen handlungssicher im Umgang mit Gaffern sind", sagte eine Sprecherin der Behörde. Erarbeitet wurden die Vorschläge von einer im Juli gegründeten Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Rettungsdienste, der Feuerwehr und der Polizei. Den Angaben zufolge bereiten vor allem Autofahrer immer wieder große Probleme, die bei Unfällen mit dem Handy Fotos oder Filme machen und so die Rettungsarbeiten behindern.

Quelle: DPA